JD Wetherspoon

Britische Pub-Kette verkauft kein deutsches Bier mehr

Aus den Zapfhähnen bei JD Wetherspoon läuft künftig kein deutsches Bier mehr.
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Aus den Zapfhähnen bei JD Wetherspoon läuft künftig kein deutsches Bier mehr.

Die britische Pub-Kette JD Wetherspoon verkauft ab dem 9. Juli in ihren 880 Pubs so gut wie keine Getränke aus der EU mehr. Dazu gehören vor allem deutsches Weißbier und Champagner aus Frankreich. Wetherspoon-CEO Tim Martin gilt als starker Brexit-Befürworter und möchte so ein politisches Zeichen setzen, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung.

Martin begründet den Schritt: "Das hilft uns dabei,  unseren zwei Millionen Kunden pro Woche, ein verbessertes Angebot ermöglichen." In den kommenden 24 Monaten würde das Sortiment umfassend auf den Prüfstand gestellt. Weißbier aus britischer und amerikanischer Produktion sowie englischer und australischer Sekt seien erst der Anfang. Martin hofft, das Unternehmen damit wettbewerbsfähiger zu machen.

Martin nannte die Zollunion der EU "protektionistisch". Großbritannien solle aus dem System ausscheren und sich ein Beispiel an an frei handelnden Nationen wie Singapur, Australien oder Neuseeland nehmen, sagte Martin. Bestehende Verträge mit in der EU ansässigen Unternehmen werde man jedoch akzeptieren.


Im Sortiment sind dann ab Juli mehr Weizenbiere aus UK, wie Blue Moon, Thornbridge Versa and SA Brains’ Atlantic. Als alkoholfreie Alternative - bisher Erdinger - bietet JD Wetherspoons künftig Adnams Ghost Ship an. Französische Weine sollen durch Alternativen aus Australien und Großbritannien ersetzt werden.



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