Just Eat-Auswertung

Wie sich die Briten beliefern lassen

Die Zahl der Dessertbestellungen ist in Großbritannien stark gestiegen.
Just eat
Die Zahl der Dessertbestellungen ist in Großbritannien stark gestiegen.

Der Coronavirus-Lockdown beeinflusst in Großbritannien wie auch überall sonst stark den Alltag der Menschen. Viele bleiben und arbeiten zuhause und ändern dadurch ihre Essgewohnheiten. Die Lieferplattform Just Eat hat anhand ihrer Bestelldaten vier Trends identifiziert.

1. Früheres Mittag- und Abendessen

Anstatt bis 19.30 Uhr auf das Abendessen zu warten, beginnen die Bestellungen nun zweieinhalb Stunden früher um 17 Uhr. Auch das Mittagessen findet früher statt. Die meisten ordern hier kurz vor 12 Uhr. Just Eat interpretiert die Daten wie folgt: Angesichts der geschlossenen Schulen und vermehrtem Homeoffice essen die Familien nun gemeinsam zu Abend – und zwar bevor Kinder und Jugendliche schlafengehen.

2. Desserts, Beilagen und Getränke gefragt

Just Eat verzeichnet einen Anstieg von 36 Prozent bei bestellten Desserts. Das Unternehmen deutet dies als ein Zeichen, dass in diesen beunruhigenden Zeiten kleine Freuden verstärkt gefragt sein könnten. Die beliebtesten Leckereien nach dem Abendessen in UK sind demnach Schokoladenkuchen, Erdbeerkäsekuchen und Apfelkuchen. Auch bei Beilagen und Getränken verzeichnet die Lieferplattform ein höheres Order-Volumen.

3. Mehr Bestellungen zum Start der Woche

Es ist einer der größten Trends, den Just Eat beobachtete: der Anstieg an Orders zu Wochenbeginn. Zwar werden am Wochenende weiterhin die meisten Bestellungen abgegeben, doch die Briten bekommen am Montag, Dienstag und Mittwoch deutlich mehr Mahlzeiten geliefert.

4. Die Warenkörbe werden größer

Immer mehr Haushalte bestellen Mahlzeiten für drei oder mehr Personen. Just Eat schließt daraus, dass Briten im gemeinsamen Quarantäne-Zuhause wieder Wert auf gemeinsame Mahlzeiten legen. Ein kleines Stückchen Nestwärme, während letztlich doch viele geliebte Menschen fern bleiben müssen, so die Just-Eat-Interpretation.

Die erhobenen Daten aus den Bestellungen auf der Plattform nutzt Just Eat nach eigenen Angaben, um die eigenen Algorithmen anzupassen. So sollen die Kunden bevorzugt Gerichte angezeigt bekommen, die sie mögen – und zwar auch dann, wann sie es (in der Regel) wollen. Seine zentralen Erkenntnisse gibt Just Eat zudem als Service an seine 35.700 Partnerrestaurants weiter, damit sie ihre Operative und ihre Customer Experience entsprechend optimieren können.


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