Litauen

Vilnius feiert kulinarisch die Unabhängigkeit

Special Dessert im Amandus: The Sun.
Go Vilnius
Special Dessert im Amandus: The Sun.

Am 11. März 1990 erklärte Litauen seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Das Jubiläum zum 30. Jahrestag feiern in der Hauptstadt Vilnius 16 Restaurants mit einem besonderen Gastro-Festival.

Bis 6. Juli können Gäste und Einheimische die "litauische Unabhängigkeit schmecken", heißt es in einer Mitteilung des Tourismusverbands Go Vilnius. 16 Restaurants in Vilnius  nehmen von der Unabhängigkeit inspirierte Gerichte in ihre Speisekarten auf, um sich an den landesweiten Gedenkveranstaltungen zu beteiligen.

"Die Stadt suchte nach einer kreativen Möglichkeit, diesen Meilenstein mit Gästen und Einheimischen zu teilen", sagte Inga Romanovskienė, die Direktorin von Go Vilnius. "Da wir wissen, dass wir eine Stadt voller Spitzenköche haben und dass gastronomische Erlebnisse das sind, was viele Reisende bei ihrem Besuch suchen, war es nur sinnvoll, die Restaurants mit einzubeziehen."

Litauen: Freiheit auf dem Teller


Freiheit kulinarisch manifestiert

Die Köchen sollen Freiheit interpretieren und ein Gericht kreieren, das ihre persönliche Vorstellung von Freiheit repräsentiert. Häufig zu finden sind dabei die Farben Gelb, Grün und Rot - die Farben der litauischen Flagge. Tomas Versockas von Meat entschied sich beispielsweise, Pavlova mit Mascarponecreme, Himbeer- und Passionsfruchtpüree und Beeren zu servieren. Andere Küchenchefs wählten lokale Zutaten für ihre Ausdrucksformen der Freiheit, die von Natur aus Litauens Wert sind. Tomas Rimydis aus Ertlio namas kombinierte den traditionellen litauischen Skilandis, eine kaltgeräucherte Presswurst, mit nicht weniger traditionellen Rüben, Buchweizen und Äpfeln.

"Während der 30 Jahre der Unabhängigkeit ist das Niveau unserer Küche immens gewachsen", fügte Romanovskienė hinzu. "Nachdem das Land – und die Stadt – die fade sowjetische Gastronomie 50 Jahre lang ertragen hat, hat es große Fortschritte gemacht mit einer einzigartigen, modernen Küche." Endlich sei er für die Köche möglich geworden, ins Ausland zu gehen und von den globalen Meistern zu lernen, nach Hause zurückzukehren und innovativ zu sein, fügt sie an. "Auf der anderen Seite haben wir durch den Ausbruch aus den einheitlichen sowjetischen kulinarischen Standards unsere historischen Wurzeln wiederentdeckt."


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