Luckin Coffee

Chinesische Kaffeekette will an die US-Börse

Luckin Coffee ist eine ambitionierte Kaffeehauskette in China. Das Unternehmen will rasant wachsen.
Pixabay
Luckin Coffee ist eine ambitionierte Kaffeehauskette in China. Das Unternehmen will rasant wachsen.

Erst Anfang Januar verkündete der CEO des chinesischen Kaffee-Startups Luckin Coffee, bis Ende 2019 die größte Kaffeekette des Landes zu werden. Nun plant das Unternehmen den Gang an die US-Börse, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Begleiten sollen den noch 2019 geplanten Börsengang laut Reuters die Banken Credit suisse, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Laut der Nachrichtenagentur soll das erst 2018 gegründete Unternehmen beim Börsengang mit circa 3 Mrd. US-Dollar bewertet werden. Den Börsengang an die Wall Street fasst Luckin Coffee auch deshalb ins Auge, weil eine Listung an der Hongkonger Börse für ein so junges Unternehmen nicht vorgesehen ist: Dort müssen für einen Börsengang Bilanzen von drei Jahren vorgelegt werden.

Luckin setzt auf Lieferservice in der Stadt

Anfang Januar kündigte Luckin-Coffee-Gründer und -CEO Qian Zhiya an, noch 2019 von circa 2.000 auf 4.500 Standorte zu wachsen und damit Starbucks zu überholen, die momentan rund 3.600 Units in China betreiben. Starbucks-CEO Kevin Johnson bezeichnete das Szenario, bald Nummer 2 in China zu sein, Anfang Februar als "unwahrscheinlich", auch die US-Firma will in China stark wachsen.


Besonderen Wert legt Luckin auf die Entwicklung seines Lieferservices: So nutzt das Unternehmen aktuell etwa eine App, mit der innerstädtisch eine Lieferzeit von maximal 18 Minuten garantiert wird. Zudem gab Luckin kürzlich die Zusammenarbeit mit Meituan Dianping, dem größten Lebensmittellieferdienst im Reich der Mitte, bekannt. Laut Medienberichten erreichte der Coffeeshop-Umsatz in der Volksrepublik 2017 rund 4,4 Mrd. US-Dollar und wird laut dem Beratungsunternehmen Qianzhan bis 2025 voraussichtlich 145 Mrd. US-Dollar erreichen.

stats