Luckin Coffee

Starke Expansion, hohe Verluste

Bereits Ende des Jahres will die chinesische Kaffeekette ihren Konkurrenten Starbucks überholt haben.
Luckin Coffee
Bereits Ende des Jahres will die chinesische Kaffeekette ihren Konkurrenten Starbucks überholt haben.

Ein durchwachsenes Ergebnis präsentierte der chinesische Starbucks-Konkurrent Luckin Coffee in seinen Quartalszahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2019. Steigenden Umsätzen und Storezahlen stehen operative Verluste gegenüber.

Für das zweite Quartal (Stichtag 30. Juni 2019) vermeldete Luckin Coffee einen Nettoumsatz von 132,4 Mio. US-Dollar. Dies entspricht einem Plus von 648,4 Prozent gegenüber dem Vorjahrszeitraum. Die Anzahl der registrierten Kunden stieg zudem auf 22,8 Mio. an. Alleine im zweiten Quartal kamen 5,9 Mio. Neukunden dazu. Mit 593 Neueröffnungen kommt Luckin Coffee nun auf insgesamt 2.963 Stores im Reich der Mitte. Zusätzlich feierte die Marke mit ihrem Konzept Premiere in 12 Städten.

Demgegenüber stehen allerdings operative Verluste von rund 100 Mio. US-Dollar. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2018 lagen die Verluste noch bei umgerechnet 48,6 Mio. US-Dollar, weniger als der Hälfte. Als Grund gibt Luckin Coffee gestiegene Betriebs- und Marketingkosten an.

Höhenflug der Aktie zunächst beendet

Erst im Mai 2019 war das Unternehmen an der amerikanischen Börse Nasdaq mit einem Ausgabepreis von 17 US-Dollar gestartet. Bis Anfang August stieg der Aktienkurs zeitweise auf 26 US-Dollar. Nach der Verkündigung der Quartalsergebnisse fiel der Aktienkurs um mehr als 20 Prozent auf zuletzt 18,80 US-Dollar (Stand: 20.8.2019).

Luckin Coffee ist dennoch zuversichtlich, im kommenden Quartal die Gewinnschwelle zu erreichen. Laut CEO Jenny Zhiya Qian rechnet das Unternehmen für diesen Zeitraum mit einem Nettoumsatz von umgerechnet rund 205 Mio. US-Dollar. Der Direktor der in Schanghai ansässigen China Market Research Group, Ben Cavender, warnt dagegen vor zu viel Euphorie. "Sie haben ihre Kunden darauf trainiert, dann in die Läden zu gehen, wenn es große Rabatte gibt", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. "Letzendlich werden sie die Menschen davon überzeugen müssen, dass sich die Kaffeequalität bei höheren Preisen verbessert hat."


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