Mallorca / Coronakrise

Ballermann-Lokale müssen wieder schließen

Schlager-Star Mickie Krause in der Schinkenstraße, der bekannten Partymeile nahe der mallorquinischen Inselhauptstadt Palma. Die Diskotheken sind Corona-bedingt geschlossen. Aber dennoch kam es am vergangenen Wochenende zu ausgelassenen Partys auf der Straße.
imago images / Chris Emil Janßen
Schlager-Star Mickie Krause in der Schinkenstraße, der bekannten Partymeile nahe der mallorquinischen Inselhauptstadt Palma. Die Diskotheken sind Corona-bedingt geschlossen. Aber dennoch kam es am vergangenen Wochenende zu ausgelassenen Partys auf der Straße.

Die balearische Landesregierung schiebt dem Party-Geschehen an der Playa de Palma einen Riegel vor. Nachdem es am vergangenen Wochenende zu ausgelassenen Feiergeschehen rund um den Ballermann sowie an der bei britischen Urlaubern beliebten Punta Ballena in Magaluf gekommen ist, zieht die Landesregierung Konsequenzen.

Wie Tourismusminister Iago Negueruela in einer Pressekonferenz bekanntgab, müssen die Lokale der Partymeilen auf Mallorca mit sofortiger Wirkung schließen.
Die Vorschrift gilt ab sofort und werde in den nächsten Tagen streng kontrolliert, erklärte Iago Negueruela. Die angekündigte Dauer von zwei Monaten könne allerdings verlängert oder auch verkürzt werden - abhängig vom Infektionsgeschehen und dem Verhalten von Besuchern und Unternehmen.

Das Verhalten einiger weniger Urlauber dürfe nicht die gewaltigen Kraftanstrengungen der Menschen auf den Balearen während der vergangenen Wochen zur Bekämpfung der Pandemie in Frage stellen. Negueruela bezog sich dabei auf Fotos und Videos von Party-Urlaubern an der Playa de Palma und Magaluf, die Sicherheitsabstände nicht einhielten und keine Masken trugen.

"Wir sind derzeit wahrscheinlich mit das sicherste Reiseziel in Europa", führte Negueruela aus, und das müsse so bleiben. Es handele sich bei der Anordnung um eine präventive Maßnahme, die aktuellen Corona-Zahlen seien "exzellent". Bei den Party-Urlaubern, die Sicherheitsabstände missachteten und keine Maske trugen, handle es sich um wenige Einzelfälle, die aber das Image einer sicheren Destination gefährdeten. Diese Urlauber seien auf der Insel nicht willkommen. Sollten die Party-Urlauber auf andere Orte der Insel ausweichen, werde man nicht zögern, auch dort mit Schließungen zu reagieren. 

Lange Strohhalme verboten

Als weitere Schutzmaßnahme vor einer Verbreitung des Coronavirus werde auch die Verwendung langer Strohhalme verboten, da sie das gemeinsame Trinken aus einem Behältnis förderten. In den Party-Hochburgen auf Mallorca dürften zudem keine Stehtische und Hocker mehr zum Einsatz kommen, stattdessen sollen traditionelle Tische die Einhaltung der Sicherheitsabstände garantieren.

Re-Start Mallorca: Die Testurlauber sind da





Sie möchten Aktuelles zum Thema "Coronavirus und die Gastro-Branche" lesen? Mehr fachlichen Input finden Sie in unserem "Coronavirus und die Gastro-Branche"-Dossier.
stats