Max Burgers

Nachhaltigkeit im Fast-Food-Sektor


Jonas Mårtensson, Leiter Produktentwicklung bei Max Burgers.
Max Burgers
Jonas Mårtensson, Leiter Produktentwicklung bei Max Burgers.

Max Burgers ist die älteste Burgerkette Schwedens. Schon 2008 wies das Unternehmen den CO2-Abdruck aller Produkte auf der Speisekarte aus. Bis 2022 soll jedes zweite verkaufte Gericht ohne Rindfleisch sein. Jonas Mårtensson, Leiter der Produktentwicklung und Chefkoch bei Max Burgers, gibt Auskunft. Das Interview führte Paula Rassmann.

Dieser Text ist ein Exzerpt. Den ganzen Artikel lesen Sie in der Märzausgabe der foodservice.


Max Burgers ist das erste Unternehmen, das klimapositive Burger auf den Markt gebracht hat. Welche Maßnahmen waren hierfür notwendig?

Jonas Mårtensson: Wir setzen an vielen Stellen an. So nutzen wir beispielsweise seit 2008 nur noch Strom aus schwedischer Windenergie. Außerdem haben wir 2016 das Angebot unserer "Green Family"-Burger verfünffacht. Hierzu zählen unsere veganen und vegetarischen Burger, die einen deutlich geringeren CO2-Abdruck aufweisen als ein Rindfleisch-Burger. Dadurch hat sich Max’s Einfluss auf das Klima in den letzten Jahren um 13 % pro Euro Gewinn reduziert.

Der Absatz vegetarischer und veganer Burger bei Max ist in den letzten zwei Jahren um 900 % gestiegen und macht seitdem 18 % statt zuvor 2 % des Gesamtumsatzes aus. Warum kommen die Produkte Ihrer Meinung nach bei den Gästen so gut an?

Tatsächlich haben wir in den letzten drei Jahren eine Umsatzsteigerung von 1.000 % verzeichnen können. Regel Nummer eins bei uns: Es geht um den Geschmack. Burger sind unsere Leidenschaft! Wir investieren eine Menge Zeit in jeden einzelnen von ihnen, um ein überzeugendes Geschmackserlebnis zu garantieren. Das gilt auch für unsere "Green Burger". Unser Ziel ist es, Fleischliebhaberinnen und Fleischliebhabern einen Anreiz zu bieten, einen Burger der "Green Family" zu probieren – um dann festzustellen, dass er so gut schmeckt, dass sie ihn immer wieder essen möchten.

Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, dass spätestens 2022 jeder zweite verkaufte Burger ohne Rindfleisch sein soll – das entspräche einer Reduktion der Treibhausgase um 30 %. Wie wird sich das auf das Verhältnis von Fleischgerichten zu vegetarischen und veganen Optionen auswirken?

Wir werden weiterhin einen Schwerpunkt darauf legen, die Produkte des "Green Family"-Sortiments auszubauen, denn wir wollen es den Gästen leicht machen, sich für etwas anderes als einen Rindfleisch-Burger zu entscheiden. Fünfmal im Jahr haben wir neue Aktionsburger und achten hier beispielsweise darauf, dass es zu jedem dieser Burger neben einer Hühnchen- und Rindfleisch-Variante auch immer eine grüne Alternative gibt. Der Veggie-Burger führt die Kampagne oftmals sogar an, um die Gäste zu motivieren, sich für etwas anderes als den Rindfleisch-Burger zu entscheiden.

Können Sie sich vorstellen, künftig auch kultiviertes Fleisch in Ihren Burgern zu verarbeiten?

Ja, absolut! Wenn wir finden, dass Qualität und Geschmack des kultivierten Fleischs unseren Ansprüchen entsprechen, ziehen wir diese Option definitiv in Betracht. "Clean ingredients" sind von großer Wichtigkeit.

Das ungekürzte Interview mit Jonas Mårtensson lesen Sie in der Märzausgabe der foodservice. Noch kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.



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