McDonald's USA

Franchise-Nehmer sind unzufrieden


Unstimmigkeiten bei McDonald's in den USA.
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Unstimmigkeiten bei McDonald's in den USA.

In den USA gibt es offenbar Unstimmigkeiten zwischen McDonald's und seinen Franchise-Nehmern. Laut einer internen Umfrage sind viele Franchise-Nehmer mit dem Cash Flow unzufrieden, zudem gibt es Ärger um die vom Konzern geforderten Modernisierungsmaßnahmen. Das berichtet das Fachmedium Restaurant Business und bezieht sich auf vorliegende interne Dokumente.

Der erste Stein des Anstoßes ist eine interne Umfrage, die von McDonald's konzerneigener Franchise-Nehmer-Vertretung National Leadership Council (NLC) in Auftrag gegeben wurde. Dabei sagten beinahe neun von zehn Befragten, sie seien "unzufrieden" mit ihrem Cash Flow. 69 Prozent davon waren sogar "sehr unzufrieden". Befragt wurden 1.154 McDonald's-Betreiber, der größte Teil der Franchise-Nehmer in den USA.

Die Restaurant-Betreiber beklagen gesunkene Besucherzahlen, höhere Betriebskosten sowie viele teure von McDonald's geforderte Maßnahmen, die sich nicht auszahlten. Dazu kämen Änderungen im Angebot und in den Abläufen: In einem Zeitraum von mehr als zwölf Monaten forderte McDonald's von den Restaurant-Betreibern etwa die Quarter-Pound-Burger mit frischem Fleisch zuzubereiten, sich am McDonald's Kaffee-Programm zu beteiligen, Rezepturen zu ändern sowie Delivery einzuführen.

Gegenüber Restaurant Business sagte eine McDonald's-Sprecherin, man kommentiere "interne Diskussionen" nicht. Sie fügte hinzu: "Wir bekennen uns zur engen Zusammenarbeit mit unseren Franchise-Partnern. Wir unterstützen sie, großartige Restaurants zu betreiben und ihren Gästen qualitativ hochwertige Erfahrungen und Convenience zu bieten."

Ärger um geforderte Modernisierungen

Ein weiterer Streitpunkt scheinen die von McDonald's geforderten Umbauten zu sein. Ursprünglich sollten alle US-Units der Quickservice-Kette bis 2020 zu "Experience of the Future"-Restaurants umgerüstet werden. Der Mutterkonzern übernimmt 55 Prozent der Umbaukosten, den Rest trägt der Franchise-Nehmer. Inzwischen ist McDonald's vom straffen Zeitplan etwas abgerückt und bietet Betreibern an, den Umbau bis 2022 abzuschließen. In diesem Fall reduziere sich die Kosten-Beteiligung auf nur 40 Prozent.

Ein wichtiger Kritikpunkt der Betreiber scheint die McDonald's-Forderung sein, eine Wand zwischen Küche und Lobby einzuziehen, berichtet Restaurant Business. Die erst Ende 2018 gegründete unabhängige Franchise-Nehmer-Vertretung National Owners Association (NOA) empfiehlt ihren Mitgliedern in einem Schreiben sogar, keine neuen Modernisierungsprojekte anzugehen, bis das NLC mit McDonald's noch einmal über die Modernisierungsstrategie verhandelt habe. In der NOA haben sich rund 180 US-McD-Franchise-Nehmer zusammengeschlossen.

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