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Fünf Trends für den britischen Außer-Haus-Markt

In UK werden Lieferangebote weiter wachsen.
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In UK werden Lieferangebote weiter wachsen.

Das internationale Marktforschungsinstitut NPD Group hat fünf Trends identifiziert, die 2019 die britische Außer-Haus-Branche beeinflussen werden: Homing, Vertrauen, Veggie, Virtuell und bei den Gerichten wird weniger mehr. Aus den Ergebnissen lassen sich auch Rückschlüsse auf den deutschen Markt ziehen.

  • Top 1: Lieferangebote werden wachsen

Die NPD Group geht davon aus, dass Lieferangebote in UK wachsen. Dank zunehmender In-Home-Entertainment-Angebote werden die Verbraucher Ihre Freizeit zunehmend zuhause verbringen und dort auch essen. "Die Ausgaben der Verbraucher für die Lieferung von Speisen könnten 2019 um 10 Prozent auf 5 Milliarden GBP steigen", heißt es in einer NPD-Group-Mitteilung. "Lieferservices wie Deliveroo, Just Eat und Uber Eats werden durch Abonnement- und Loyalitätsprogramme höhere Gewinne erzielen."
  • Top 2: Transparenz und Vertrauen werden wichtiger

"Verbraucher möchten mehr über den Inhalt und die Quelle der von ihnen konsumierten Lebensmittel sowie die Auswirkungen auf ihre Gesundheit und Umwelt erfahren", weiß die NPD Group. Sorge um Umweltbelastungen durch Rohstoffe wie Palmöl würden zunehmen. "Die Betreiber haben begonnen, mehr Informationen über Inhaltsstoffe in Bezug auf Allergien und Ernährung anzubieten." Laut den Marktforschern werden jene Unternehmen in der Gunst der Verbraucher steigen, die die Bedenken ernstnehmen.
  • Top 3: Veganismus und Vegetarismus werden wachsen

Die Zahl der Veganer und Vegetarier hat in den letzten Jahren auch in UK stark zugenommen. Die Daten des CREST-Panels der NPD zeigen, dass die flexitären Außer-Haus-Besuche in den letzten drei Jahren doppelt so schnell gewachsen sind wie das Marktwachstum insgesamt. Bei den 16- bis 34-Jährigen ist die Gesamtzahl der Besuche seit 2015 um 3 Prozent zurückgegangen, während die Zahl der Flexibilitätsbesuche in dieser Altersgruppe um 4 Prozent gestiegen ist. Auswahlmöglichkeiten für Veganer und Vegetarier sind heute unabdingbar.

  • Top 4: Virtuelle Restaurants

"Der Lieferboom birgt einen weiteren Trend: virtuelle Restaurants. Sie werden in der Regel von Lieferdiensten wie Deliveroo, Just Eat und Uber Eats betrieben", berichtet die NPD Group. Sogenannte Delivery-Only-Küchen sind laut den Marktforschern relativ günstig zu betreiben und flexibel nutzbar. Deliveroo hat in UK bereits rund 400 virtuelle Restaurants, und Uber Eats strebt eine ähnliche Zahl bis Ende 2018 an.
  • Top 5: Die Menüs werden schlanker

Verbraucher möchten laut Marktforschern auch in UK keine Zeit mit der Suche nach Speisen und Getränken verlieren. Überfrachtete Speiseangebote werden unbeliebter. Gastro-Konzepte, die sich darauf konzentrieren, was sie am besten können, werden von diesem Trend profitieren, glauben die Spezialisten. "Ihre schlankeren Menüs bedeuten weniger Komplexität in der Küche, eine schlankere Lieferkette, niedrigere Lebensmittelkosten und weniger Lebensmittelverschwendung."



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