Papa John's

US-Pizzakette erhält 200 Millionen US-Dollar

Frisches Geld für papa John's (Symboldbild).
Pixabay
Frisches Geld für papa John's (Symboldbild).

Papa John’s International Inc. hat eine Investition in Höhe von 200 Millionen US-Dollar vom Hedgefonds Starboard Value LP akzeptiert. Im Gegenzug erhält der Investor Vorzugsaktien der Marke und stellt einen Teil der Geschäftsführung.

Zusätzlich zu der Anfangsinvestition, mit der Starboard 11 bis 15 Prozent der Papa John's-Stammaktien halten wird, beinhaltet der Vertrag eine weitere Investitionsoption über 50 Millionen US-Dollar bis zum 29. März.

Parallel dazu übernimmt der CEO der Investmentfirma, Jeffrey Smith, den Posten eines unabhängigen Vorstandmitglieds. Gemeinsam mit dem ebenfalls neu bestellten Anthony Sanfilippo, dem aktuellen Papa John's CEO Steve Ritchie und weiteren sechs Direktoren stellt er ab sofort den Verwaltungsrat.

Rückzahlung von Schulden

Papa John's plant, etwa die Hälfte des Erlöses aus den Investitionen für die Rückzahlung von Schulden zu verwenden. Den verbleibenden Teil will das Unternehmen investieren, um die fünf strategischen Prioritäten Menschen, Marke, Wert/Produkt, Technologie und Einheit weiter voranzutreiben. Aktuell betreibt die Marke rund 5.247 Stores auf der ganzen Welt.

Zeitgleich mit der Verkündigung des Investmentdeals veröffentlichte Papa John's die Geschäftszahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2018. Diese verdeutlichen, warum das Unternehmen aktuell in der Krise steht. So verbuchte die Pizza-Kette im nordamerikanischen Markt auf bestehender Fläche ein Umsatzminus von 8,1 Prozent. Für das gesamte Jahr steht ein Minus von 7,3 Prozent in den Büchern. Auch das internationale Geschäft in Asien, Latein- und Südamerika, Europa und dem Nahen Osten brach auf bestehender Fläche im gesamten Jahr um 1,6 Prozent ein.

Anhaltender Rechtsstreit

Ein Grund für die sinkenden Umsätze ist der anhaltende Rechtsstreit mit dem Gründer und ehemaligen Geschäftsführer John Schnatter, der Papa John's im Juli 2018 wegen rassistischer Bemerkungen während einer Telefonkonferenz verlassen musste. Aktuell hält Schnatter noch 30 Prozent der Firmenanteile. Sein Angebot, über eine Investition von 250 Mio. US-Dollar in das Unternehmen, wurde von Papa John's allerdings abgelehnt.



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