Pret A Manger

Kauf der Sandwichkette Eat geplant

Pret A Manger soll Interesse an der Sandwichkette Eat haben.
Pret A Manger
Pret A Manger soll Interesse an der Sandwichkette Eat haben.

Die britische Fast-Casual-Marke Pret A Manger, London, seit 2018 im Besitz der JAB Holding, plant die Übernahme der britischen Sandwichkette Eat. Zumindest der größte Teil der aktuell 94 Eat-Units solle erworben werden. Diese Nachricht kursiert derzeit in der britischen Gastro-Fach- und Tagespresse. Von Pret A Manger und JAB gab es bisher keine Stellungnahme.

Seit gut 20 Jahren, 1996 in London gegründet, steht die Sandwich-Marke Eat für saisonal zugeschnittene Rezepturen ihrer belegten Brote. Daneben zählen Salate und Kaffee-Spezialitäten zu den Core-Produkten. Die Kette gilt als unmittelbarer Wettbewerber von Pret A Manger, zumal etwa drei Viertel der Eat-Standorte sich in London befinden – häufig in Nachbarschaft zu Stores von Pret. Weitere Stores in Großbritannien befinden sich in sogenannten "Schlüssel-Städten" wie Birmingham, Manchester sowie an den Airports in Bristol, Edinburgh und Heathrow. International wird eine Expansion angestrebt. Je eine Unit am Pariser Gare du Nord und am Airport Madrid gibt es bereits. Eröffnungen in Barcelona, Malaga und an weiteren internationalen Plätzen sollen 2019 folgen. Ebenso wie Pret ist Eat in Großbritannien auch im Take-away-Markt sehr stark.

Erfolgsgeschichte Pret A Manger
Pret A Manger wurde 1986 von den Quereinsteigern Julian Metcalfe und Sinclair Beecham in London gegründet. Das Konzept sah und sieht in erster Linie on-site hergestellte Salate, Sandwiches und Wraps aus hochwertigen Zutaten vor. Zudem gibt es Snacks und Getränke von Smoothies bis Kaffeespezialitäten. Im Jahr 2008 wurde Pret A Manger mehrheitlich von Bridgepoint übernommen. Im Mai 2018 wechselte der Mehrheits-Eigner bei Pret A Manger: Die private Investorengruppe JAB Holding der deutschen Unternehmer-Familie Reimann übernahm Pret A Manger, vorher Bridgepoint. Der Transferpreis betrug umgerechnet 1,7 Mrd. Euro bei 530 Stores.

Pret A Manger auf Wachstumskurs

Die britische Foodservice-Marke Pret A Manger, die in der Branche als eine der profiliertesten und profitabelsten gilt, startete 1986 in London mit klassischen Pret-Stores. 2016 wurde die Klassik-Linie um ein Veggie-Format erweitert. Die britische Hauptstadt war erneut Premiere-Standort, dieses Mal für den ersten Veggie Pret Shop – mittlerweile sind vier eröffnet, drei in London, einer in Manchester. Unter Fachleuten wird spekuliert, Pret wolle einen Teil der Eat-Standorte nutzen, um sein Veggie-Format stärker auszurollen.

Etwa ein Jahrzehnt zweistelliges Plus

Mit einem Umsatz-Anstieg von 13,2 Prozent auf 878,5 Mio. Pfund setzte 2017 die britische Sandwich-Kette Pret A Manger ihren atemberaubenden Wachstumskurs fort: Seit mehr als einem Jahrzehnt liefert das Unternehmen Jahr für Jahr ein zweistelliges Umsatzplus. 2018 dürfte die Marke für etwa 1 Mrd. Pfund Systemumsatz stehen. Seit Oktober 2018 ist Pret übrigens in Deutschland präsent, der erste Store eröffnete am Hbf Berlin.

Über die JAB Holding
Die JAB Holding der deutschen Unternehmerfamilie Reimann machte in den letzten Jahren vor allem durch Aufkäufe im Kaffee- und Snacksegment auf sich aufmerksam. Zum Portfolio gehören inzwischen unter anderem Keurig Dr. Pepper, Jacob Douwe Egberts, Panera Bread, Pret A Manger, Peet's Coffee & Tea, Caribou Coffee Company, Einstein Noah Restaurant Group, Krispy Kreme Doughnuts und Espresso House und 2017 auch die deutsche Kaffeebar-Kette Balzac.

 

 

 





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