Pret A Manger

Über 13 Prozent Umsatz-Plus 2017

Die britische Fast-Casual-Formel Pret A Manger startete 1986 in London mit den klassischen Pret-Stores. 2016 war die Hauptstadt ebenfalls Premiere-Standort für den ersten Veggie Pret Shop.
Pret A Manger
Die britische Fast-Casual-Formel Pret A Manger startete 1986 in London mit den klassischen Pret-Stores. 2016 war die Hauptstadt ebenfalls Premiere-Standort für den ersten Veggie Pret Shop.

Mit einem Umsatz-Anstieg von 13,2 Prozent auf 878,5 Mio. Pfund setzte 2017 die britische Sandwich-Kette Pret A Manger (neu: in JAB-Besitz) ihren atemberaubenden Wachstumskurs fort: Seit mehr als einem Jahrzehnt liefert das Unternehmen Jahr für Jahr ein zweistelliges Umsatzplus. Ab Oktober ist Pret erstmals in Deutschland präsent, am Hbf Berlin.

Auch für 2017 verkündet die 1986 in London gestartete Foodservice-Marke, die in der Branche als eine der profiliertesten und profitabelsten gilt, wieder einige Highlights:
  • Weltweit wurde die 500. Restaurant-Unit eröffnet – darunter der erste Store in Singapur – zum Jahresende 2017 gab es 502 Pret-Shops (+58 gegenüber Vorjahr) in neun Ländermärkten. Die 58 Neueröffnungen verteilten sich wie folgt: 31 in UK, 16 in USA 6 in Hongkong, 4 in Frankreich, 1 in Singapur. Die tägliche Frequenz liegt laut Unternehmen weltweit bei über 500.000 Gästen.
  • Die Umsätze auf vergleichbaren Flächen wuchsen um 3,2 Prozent. Zudem wurden weltweit 1.150 neue Vollzeit-Stellen geschaffen (Vj. 893).
  • Zwei weitere Veggie Pret Shops eröffneten in London, ein erster Store außerhalb der Hauptstadt ist für die zweite Jahreshälfte 2018 angekündigt. In London Soho hatte 2016 als Pilot-Konzept der erste rein vegetarische Pret Shop für Furore gesorgt: mit einem Sortiment aus 45 fleischfreien Artikeln. Das als Pop-up geplante Format bekam alsbald Verstärkung durch Nummer zwei in Shoreditsch.
  • Inzwischen seien auch in den klassischen Pret Shops über 50 Prozent des Angebots-Portfolios (Sandwiches und Salate) vegetarisch oder vegan, heißt es aus dem Unternehmen.
  • Zur beliebtesten neuen Zutat des Vorjahres avancierte das Gewürz Kurkuma, das in fünf Produkten verwendet wird.

Clive Schlee zufrieden

CEO Clive Schlee kommentiert die Erfolgsmeldungen des Jahres zufrieden: „Das ist eine weitere Reihe positiver Ergebnisse und dazu unser 34. Quartal in Folge, in dem wir Wachstum auf vergleichbaren Flächen erzielen. Parallel setzt unsere Marke ihren weltweiten Expansionskurs fort.“

Übernahme

Im Mai 2018 wechselte der Mehrheits-Eigner bei Pret A Manger: Die private Investorengruppe JAB Holding der deutschen Unternehmer-Familie Reimann übernahm Pret A Manger, vorher Bridgepoint. Der Abschluss der Transaktion wird in den nächsten Monaten erwartet. „Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit mit JAB, die wir als exzellente, langfristige Pret-Inhaber schätzen. Außerdem danken wir Bridgepoint für zehn Jahre engagierte Finanzpartnerschaft“, konstatiert Schlee.

Erfolgsfaktoren

Den Erfolg verdankt die Marke zu großen Teilen, wie auch CEO Schlee betont, der Authentizität und Qualität: Jeden Tag werden die Signature-Produkte (Sandwiches, Salate, Wraps, Säfte) frisch und unter Verwendung hochwertiger Zutaten in den einzelnen Shop-Küchen zubereitet. Überhaupt gelten als absolute Stärken der Marke ihr kompromissloses Qualitätsverständnis, ihre Unternehmenskultur und die Innovationsstärke.

Nachhaltigkeit und Soziales

Auch im Bereich Nachhaltigkeit und in puncto soziales Engagement zeigte sich Pret A Manger 2017 wie bisher sehr aktiv: Weltweit wurden Gäste von den Pret-Mitarbeitern mit kostenlosen Getränken und Snacks überrascht, über 4,4 Mio. Food-Artikel wurden als Spenden ausgegeben. Zudem wurden neue ressourcenschonende Maßnahmen eingeführt: darunter Mehrweg-Flaschen, Gratis-Wasser-Stationen sowie ein Discount für Gäste, die Mehrwegbecher in die Stores mitbringen. Dieser wurde auch in den Pret-Shops in den USA, Shanghai, Hongkong und den Niederlanden eingeführt. Der Pret Foundation Trust, der sich gegen Obdachlosigkeit einsetzt, sammelte 2017 eine erneute Rekordsumme von 1,9 Mio. Pfund. Das Engagement, Ex-Wohnsitzlose zu Pret-Mitarbeitern zu machen, gab es 2017 seit zehn Jahren. Mehr als 400 Menschen hatten dadurch die Chance, ihrem Leben eine Kehrtwende zu geben und bei Pret neu zu beginnen.

Ausblick

Pret A Manger will künftig den Fokus auch auf Verkehrsstandorte richten und kündigt zudem an, in Kooperation mit HMSHost im kommenden Jahr in Nordamerika und Europa zu wachsen. Erste Units in Dänemark, am Kopenhagener Airport, und in den Niederlanden, am Utrechter Hauptbahnhof, wurden bereits eröffnet. Demnächst soll es den ersten Pret A Manger-Store in Deutschland geben: Im Oktober 2018 eröffnet er im Food Court (EG) am Berliner Hauptbahnhof.



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