Shake Shack

Starkes Wachstum bis 2020


Das New Yorker Better-Burger-Konzept setzt seine internationale Expansion weiter fort.
Pierre Nierhaus
Das New Yorker Better-Burger-Konzept setzt seine internationale Expansion weiter fort.

Ein Umsatzplus auf bestehender Fläche von 1,0 Prozent, 49 neue Restaurants und personelle Veränderungen – das vergangene Geschäftsjahr war für die Burger-Marke Shake Shack das bisher ambitionierteste ihrer Geschichte. Bis 2020 will das Unternehmen auf die doppelte Größe wachsen.

Die gesamten Revenues 2018 (Systemumsatz der Eigenbetriebe plus Franchisegebühren) lagen bei 459,3 Millionen US-Dollar. Der durchschnittliche Umsatz pro Filiale sank im gleichen Zeitraum in den US-amerikanischen Restaurants allerdings von 4,6 auf 4,4 Mio. US-Dollar. Grund dafür sind die neu eröffneten Restaurants in Städten mit niedrigeren Einwohnerzahlen, wie beispielsweise Denver oder Charlotte in North Carolina, die nicht mit den Jahresumsätzen im Heimatmarkt New York mithalten können und dadurch das Gesamtergebnis drücken. Im letzten Quartal des Jahres verbuchte Shake Shack zudem ein Minus von 2,7 Prozent bei der operativen Gewinnmarge. Verantwortlich dafür sind, laut Unternehmen, steigende Lohn- und Expansionskosten.

Jahresumsatz pro Filiale
Der Jahresumsatz pro Filiale, auch als Average Unit Volume (AUV) bekannt, ist für Unternehmen ein Indikator für die Performance der im Laufe des Geschäftsjahres neu eröffneten Standorte. In der Regel fließen in die Berechnung alle Restaurants mit ein, die im Geschäftsjahr sechs Monate und länger eröffnet waren. Shake Shack berechnet seinen Jahresumsatz pro Filiale, indem der gesamte vom Unternehmen erwirtschaftete Umsatz durch die Gesamtzahl der Restaurants geteilt wird. Dafür unterteilt die Marke den Umsatz in drei Unterkategorien: Manhattan Stores, Nicht-Manhattan Stores und internationale Stores.


Parallel dazu eröffnete Shake Shack 49 neue Restaurants in insgesamt 13 Ländern, davon alleine 20 im letzten Quartal. Insgesamt beläuft sich die Gesamtzahl damit auf 208 Units weltweit. Zudem verstärkte sich das Unternehmen personell und stellte unter anderem einen Chief Marketing Officer ein und besetzte die Positionen des Chief Global Licensing Officers und Chief Developement Officers neu.

Wachstumspläne

Für die kommenden zwei Jahre hat sich Shake Shack außerdem ehrgeizige Ziele gesteckt. So will die Marke 2019 über 50 neue Standorte weltweit eröffnen, von denen 36 bis 40 in eigener Hand bleiben sollen. Bis 2020 zielt das Unternehmen zudem auf Revenues von 700 Millionen US-Dollar ab.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt Shake Shack auf eine breit gefächerte Immobilienstrategie und digitalisierte Bestellmöglichkeiten. Neben Freestandern und Restaurants auf Shoppingmeilen und in Shopping Centern, findet man die Kette auch an Flughäfen und in zwei mobilen Foodtrucks in Atlanta und New Jersey. In diesem Jahr eröffnet das Unternehmen zudem ein internationales Büro in Hong Kong, um sein Asien-Geschäft voranzutreiben.

Same Store Sales
Der Umsatz auf bestehenden Flächen, auch unter den Namen Same Store Sales, Comparable Sales oder Like-for-like Sales bekannt, gilt Experten als "harte Währung" der Branche. Hier werden Veränderungen des Systemumsatzes von allen Standorten betrachtet, die mindestens 13 Monate geöffnet sind. Bezugsgröße ist dabei der Vorjahreszeitraum.


Dank mobiler App und just eingeführter Bestellplattform, haben Shake Shack-Kunden nun mehr Möglichkeiten ihre Favoriten online zu bestellen. Auch Selbstbedienungskioske und Lieferservice gehören zum Markenportfolio dazu. Dass die neuen Bestellmöglichkeiten gut angenommen werden, zeigt ein Blick auf den Durchschnittsbon. Der ist online nämlich meistens höher.
 


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