Starbucks

Kaffee-Kette wagt Alleingang mit Princi-Store

Frische handgefertigte Backwaren von Princi gibt es ab sofort für die Bürger von Seattle.
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Frische handgefertigte Backwaren von Princi gibt es ab sofort für die Bürger von Seattle.

Seit 2016 gehört die Marke Princi zu Starbucks-Franchise. Mit dem Standalone-Geschäft in der Innenstadt von Seattle erprobt Starbucks nun die Wettbewerbsfähigkeit des Premium-Bakery-Konzepts in den USA.

Der Backwaren von Rocco Princi, dem Gründer der Princi-Bäckereien, stehen für höchste Handwerkskunst und qualitativ hochwertige Zutaten. Bisher kamen nur Kunden der Starbucks Reserve-Röstereien in Seattle und Shanghai in deren Genuss, denn die Kaffee-Franchise-Kette machte Princi mit der Übernahme vor zwei Jahren zum exklusiven Gastronomiepartner für seine Premium Marke Reserve. Im Standalone-Store an der Westlake 9th Avenue steht das Bakery-Konzept jedoch zum ersten Mal im Mittelpunkt.

Das Angebot der Bäckerei reicht von frischem Sauerteigbrot und Ciabatta, über Brioches und Cornetti bis hin zu Pizza und Focaccia. Unterschiedliche Frühstücks-, Mittags- und Nachmittagsangebote, so zum Beispiel Suppen, Salate, Tartes und Kuchen, runden das Konzept ab. Eine Cocktailbar bietet zusätzlich klassische italienische Aperitife, einschließlich Cocktails, Bier, Wein und Spirituosen an. Eigens für die Bäckerei hat Starbucks außerdem eine eigene Kaffeemischung, die Reserve Princi Blend, entwickelt.

Starbucks: Premium-Backwaren statt Kaffee



Die Inneneinrichtung ist schlicht und industriell gehalten. Als gestalterisches Vorbild diente der erste Princi-Store in Mailand, den Rocco Princi 1986 eröffnete. Ein Herzstück des Ladens ist der große Ofen, an dem täglich vor den Augen der Gäste die Backwaren zubereitet werden. Für die Herstellung verwenden die Mitarbeiter nur ausgewählte Zutaten, die zum Teil direkt aus Italien stammen.

Mit der Eröffnung des Princi-Standalone-Stores können die Einwohner Seattle's nun das komplette Angebot der Starbucks Premium-Marke Reserve kosten, unter deren Dach auch die Standalone-Konzepte von Princi weiter firmieren. Bereits im Herbst sollen weitere Läden der Marke in Chicago und New York aufmachen. Diese kämen sich zu den bereits bestehenden zehn Läden in Mailand, London, Shanghai und Seattle dazu.


Laut dem Online-Magazin, Seattle Eater, plant Starbucks die Errichtung von mindestens 1.000 Princi-Läden in den Vereinigten Staaten. Damit reagiert die Kaffeebarmarke auch auf sinkende Umsatzzahlen. Im dritten Quartal verzeichnete das Unternehmen lediglich ein Umsatzplus von 1 %. Daraufhin korrigierte die Geschäftsführung auch die Gewinnerwartungen für das gesamte Jahr unter die sonst üblichen 3-5 %.

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