Starbucks Reserve Coffee Shops

CEO Johnson korrigiert Zielmarke

Starbucks-CEO Kevin Johnson (l.) und Vorgänger und Gründer Howard Schultz.
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Starbucks-CEO Kevin Johnson (l.) und Vorgänger und Gründer Howard Schultz.

Mehr als 1.000 Reserve Coffee Bars schwebten Starbucks-Gründer und früherem CEO Howard Schultz im Jahr 2016 vor. Der neue CEO Kevin Johnson korrigiert diese Aussage jetzt. Man wolle zunächst die Entwicklung der bestehenden Läden abwarten. Das berichten die amerikanischen Medien Wall Street Journal und Fortune.

"1.000 war ein ehrgeiziges Ziel", sagte Johnson. Doch man wolle jetzt das Konzept zunächst testen und sehen, ob die bestehenden Reserve Coffee Bars den notwendigen Umsatz einbringen könnten, bevor man das Konzept weiter ausrolle. Aktuell kommt die Premium-Linie auf 45 Kaffeebars weltweit. In den Reserve Coffee Bars verkauft Starbucks unter anderem seine höherpreisigen Reserve Roast Kaffeemischungen.

Starbucks gerät zunehmend von zwei Seiten unter Druck: Zum einen durch die oft hochpreisigen Third-wave Coffee Shops, die sich von den klassischen Starbucks Stores abheben. Zum anderen investieren Konkurrenten vom anderen Ende der Preisskala, wie Dunkin's oder McDonald's, in höhere Qualität bei ihren Kaffeeangeboten.

Schultz glaubte, mit den hochpreisigen Reserve Coffee Bars Kunden zurückholen zu können, während die höheren Preise gleichzeitig für mehr Umsatz sorgen sollten. Johnsons nüchterner Ansatz dagegen könnte ein Anzeichen sein, dass es zumindest Zweifel gibt, dass sich Starbucks im Markt der Third-wave Coffee Shops etablieren kann.

Konzentration auf USA und China

Gegenüber Investoren kündigte Johnson an, 2019 die Umsätze auf bestehenden Flächen (Same Store Sales) um 3 bis 4 Prozent steigern zu wollen. Die Nettozahl neuer Stores soll um 6 bis 7 Prozent steigen. "Wir müssen uns auf unsere Kerngeschäfte konzentrieren", sagte Johnson in einem Fernsehinterview und benannte drei strategische Ziele:
  • Stärkeres Wachstum in den Kernmärkten USA und China
  • Zusammen mit Nestlé den weltweiten Ausbau der Konsumgüter- und Foodservice-Sparte
  • Schärferer Fokus auf Shareholder Returns


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