Starbucks

Südamerikaner übernehmen Europa-Geschäft

Zukünftig übernimmt die in Mexico City ansässige Alsea das Starbucks-Geschäft in vier europäischen Ländern.
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Zukünftig übernimmt die in Mexico City ansässige Alsea das Starbucks-Geschäft in vier europäischen Ländern.

Seit 2002 arbeitet Starbucks in Südamerika mit Alsea zusammen. Nun wird die Partnerschaft auf dem europäischen Festland weitergeführt. Beide Unternehmen unterzeichneten einen Vertrag, der Alsea das Lizenzgeschäft für die Länder Frankreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden überschreibt.

In Südamerika betreibt Alsea über 900 Starbucks-Filialen in vier verschiedenen Ländermärkten und beschäftigt dort knapp 11.500 Mitarbeiter. Damit ist das Unternehmen einer der größten Restaurantbetreiber in Lateinamerika. Zu diesem Portfolio addiert Alsea nun rund 260 Unternehmens- und Franchise-Stores in Europa. Der Vertrag gewährt Alsea das Recht, Starbucks-Stores in den Ländermärkten zu betreiben und zu expandieren. Im Zuge dieses Prozesses wird Starbucks sein Support-Center in Amsterdam schließen und fast alle seiner 190 Mitarbeiter dort entlassen. Auch der Hauptsitz in London soll neu organisiert werden.

Strategische Aufteilung

Mit der Überantwortung der vier westeuropäischen Ländermärkte verfolgt Starbucks, laut eigenen Angaben das Ziel, ein nachhaltiges und langfristiges Wachstum in den EMEA-Märkten zu erreichen. Neben Alsea arbeitet die Coffeeshop-Marke in diesen Regionen seit langem mit zwei großen Lizenznehmern zusammen: Amrest aus Polen und Alshaya aus Kuwait. "Der Eintritt von Alsea in Frankreich und Benelux ist ein klarer Schritt von Starbucks, mit drei Hauptlizenzpartnern in EMEA zusammenzuarbeiten", ist sich auch Adam Mularuk, Starbucks President CE bei Amrest sicher. Die polnische Holding betreut die Marke in acht Regionen (Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowakei und Serbien). Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 wird Amrest knapp 350 Starbucks-Restaurants betreiben.

Starbucks in Europa

In Frankreich eröffnete Starbucks 2004 seinen ersten Coffeeshop auf dem berühmten Boulevard des Capucines in Paris. Zwischen 2008 und 2016 debütierte die Marke auch in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg und schuf dort mehr als 3.100 Arbeitsplätze. Zum Ende des vergangenen Jahres hatte Starbucks europaweit knapp 2.500 Stores. Dies entsprach einem Unit-Wachstum von 11 Prozent gegenüber 2016. Die Länder mit den meisten Coffeeshops sind Großbritannien, die Türkei, Deutschland und Frankreich. Die Systemumsätze für 2017 lagen in Europa bei geschätzten 2 Mrd. Euro.

Über Alsea
Alsea SAB betreibt derzeit 900 Starbucks-Filialen in Argentinien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Uruguay. Die langjährige strategische Geschäftsbeziehung zwischen Starbucks und Alsea begann im Jahr 2002, als sie gemeinsam den ersten Starbucks-Store in Mexico City eröffneten. Das internationale Franchise-Portfolio des Unternehmens umfasst auch Burger King, Domino's Pizza, California Pizza Kitchen, The Cheesecake Factory und Chili's.



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