Starbucks USA / Re-Start

Standort-Portfolio wird zügig angepasst

Bestellungen sollen künftig auch häufiger beim Vorbeigehen gemacht werden.
Starbucks
Bestellungen sollen künftig auch häufiger beim Vorbeigehen gemacht werden.

In den kommenden 18 Monaten ändert Starbucks in den USA sein Standort-Portfolio. Dabei soll die Expansion von Convenience-fokussierten Formaten wie Drive-Thru, Starbucks Pickup und Curbside Pickup beschleunigt werden.

Der Konzern will damit auf die durch Covid-19 veränderten Bedürfnisse der Gäste reagieren: mehr Convenience, mehr Verbindungen und mehr Personalisierung. Starbucks will das traditionelle im Café-Sitzen mit neuen On-the-go-Erlebnissen verbinden und sein Filialnetz neu positionieren. Die Shopping-Erlebnisse sollen vor allem durch die eigene App unterstützt werden, die ein wesentlicher Bestandteil bei der Bestellung und der Vorauszahlung ist und die 19,4 Millionen Starbucks Rewards-Mitglieder zählt. 


Die Umgestaltung des US-Filialportfolios umfasst neue Starbucks Pickup-Filialen in dicht besiedelten Märkten wie New York City, Chicago, Seattle und San Francisco sowie Convenience-orientierte Verbesserungen wie Bordstein-, Drive-Thru- und Walk-Up-Fenster in Vorstadtgebieten.

Starbucks will dafür ausgewählte Laden-Designs erneuern. Auch sollen separate Zähler für mobile Bestellungen in Geschäften mit hohem Bestellaufkommen eingebaut werden. Bereits vor der Coronakrise machte der To-go-Umsatz in den USA rund 80 Prozent des Gesamtvolumens aus.

Starbucks USA: Re-Start mit neuem Standort-Portfolio



"Während wir ursprünglich geplant hatten, diese Strategie über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren umzusetzen, haben die sich schnell entwickelnden Kundenpräferenzen die Notwendigkeit dieses Konzepts beschleunigt", teilte das Unternehmen in einer Erklärung mit. Darin steht auch, dass die Pandemie Starbucks dazu gezwungen habe, das zentrales Konzept zu überdenken, ein "dritter Ort" zu sein, an dem sich die Kunden außerhalb der Arbeit und zu Hause entspannen können.

Das Unternehmen tritt nun in die Phase ein, die Starbucks-CEO Kevin Johnson als "Wiederherstellung und Aufbau von Widerstandsfähigkeit" bezeichnet. 

Starkes Minus für Q3

Starbucks blickte in einer weiteren aktuellen Mitteilung auf das dritte Quartal. Das Unternehmen rechnet aufgrund der Coronakrise mit einem Rückgang des Konzernumsatzes von bis zu 3,2 Milliarden Dollar. Das Betriebsergebnis (Operating Income) wird um rund 2,2 Milliarden Dollar geringer ausfallen. Im Laufe des Jahres werde sich das Geschäft allerdings erholen.

Das in Seattle ansässige Unternehmen geht davon aus, dass die Same-Store-Sales in China und in den USA für das gesamte Finanzjahr zwischen 10 Prozent und 20 Prozent zurückgehen werden. Ungefähr 96 Prozent der Starbucks globalen 32.000 Stores haben mittlerweile wieder geöffnet. Die Kaffeekette plant, im Geschäftsjahr 2020 etwa 300 neue Geschäfte zu eröffnen statt zuvor angekündigt 600. Außerdem sollen in den kommenden anderthalb Jahren bis zu 400 unternehmenseigene Restaurants schließen.




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