Starbucks/Q2

Same-Store-Sales sinken weltweit um 10 Prozent

Wieder möglich: Kaffeetrinken bei Starbucks in Peking.
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Wieder möglich: Kaffeetrinken bei Starbucks in Peking.

6 Mrd. US-Dollar Umsatz und damit 5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum erzielte Starbucks weltweit im 2. Quartal (29. März 2020). Grund für die negative Entwicklung: Covid-19. Die Auswirkungen werden sich Unternehmensangaben zufolge im dritten Quartal verstärken und im vierten Quartal wieder abschwächen.

Der Umsatz auf vergleichbaren Flächen der Kaffeebarkette mit Sitz in Seattle, USA,  ging im 2. Quartal systemweit um 10 Prozent zurück - bei 13 Prozent weniger Transaktionen, die durch gestiegene Durchschnittsbons teilweise ausgeglichen wurden (+4 %). 

Deutlich stärker als auf dem Heimatmarkt mit 3 Prozent geringeren Umsätzen auf vergleichbaren Flächen, zeigt sich der Einfluss der Corona-Pandemie auf diese wichtige Kennziffer im internationalen Geschäft. Die Same-Store-Sales sanken außerhalb der USA um 31 Prozent, in China sogar um 50 Prozent. 
"Seit Beginn der globalen Krise hat Starbucks Entscheidungen getroffen, die das Wohlergehen unserer Partner und Gäste in den Vordergrund stellen sowie Gesundheits- und Regierungsbeamte unterstützen", sagte Kevin Johnson, Starbucks-President und CEO, Dienstagabend nach Börsenschluss. Dieser prinzipientreue Ansatz wirke sich in China bereits posititiv aus. Mittlerweile sind dort nahezu alle Kaffeebars wieder in Betrieb - allerdings mit veränderten Betriebsabläufen. Neue Standorte wurden ebenfalls eröffnet und die Gäste zeigen zunehmend Interesse. Eine wesentliche Erholung des Geschäfts in China wird bis Ende des Finanzjahres erwartet.

Die Erfahrungen aus China werden nun für die einzelnen Ländermärkte genutzt, einschließlich der USA. Dort befinde sich Starbucks in der Phase der "Überwachung und Anpassung". Viele weitere Kaffeebars sollen dort wieder mit ausgearbeiteten Sicherheitsprotokollen eröffnen. "Wir steuern weiterhin durch diese dynamische Situation - die unserer Meinung nach vorübergehend ist - und sind zuversichtlich, dass Starbucks aus dieser globalen Krise noch stärker als zuvor hervorgehen wird", erklärte Johnson. 

Die Kaffeebar-Kette plant die Eröffnung von 90 Prozent aller Stores in den USA ab Anfang Juni mit geändertem Service, was Drive-Through, Delivery und In-Store-Pick-Up beinhaltet. Zudem soll es eine kontaktlose Abholung geben, für die der Gast nicht das Coffee House betreten muss. Derzeit sind 50 Prozent der US-Standorte komplett zu.

Starbucks zählt zum Ende des 2. Quartals 32.050 Coffee Houses, netto entspricht dies einem Plus von 255 neuen Standorten gegenüber dem 2. Quartal des Vorjahres. 61 Prozent des Standortportfolios befindet sich in den USA (15.257 Stores) und in China (4.351 Stores).




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