SV Schweiz

Preise erhöht für mehr Tierwohl

 Zugunsten für den Klimaschutz zahlen Schüler im Schweizer Kanton Zürich erstmals nach zehn Jahren mehr für ihr Mensaessen.
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Zugunsten für den Klimaschutz zahlen Schüler im Schweizer Kanton Zürich erstmals nach zehn Jahren mehr für ihr Mensaessen.

Die Zutaten für Schulmenüs müssen im Kanton Zürich unter anderem tierfreundlicher und mit höherem Bio-Anteil gestaltet werden. Dies hat die erste Preiserhöhung seit zehn Jahren zur Folge. Dafür gibt es Trinkwasser aus der Leitung kostenfrei.

Seit dem 21. Oktober gelten in den Schulen des Kantons Zürich neue Preise für ein Mittagessen. So fallen für mehr Nachhaltigkeit auf dem Teller nun 9 statt 8,10 Schweizer Franken (CHF), also umgerechnet 8,19 statt 7,37 Euro für ein Menü mit Fisch oder Fleisch oder ein Veggie-Menü an. Lehrer zahlen sogar 11 statt 8,10 CHF (10 statt 7,37 €).

Die SV (Schweiz) betreibt neun Schulmensen im Auftrag des Zürcher Mittelschul- und Berufsbildungsamts (MBA), das die Regeln für alle Caterer vorgibt. Die nun in Kraft tretenden Regelungen haben "die Reduktion der Umweltbelastung bei der Beschaffung und Zubereitung von Nahrungsmitteln in kantonalen Betrieben" zum Ziel. Konkret wird bei SV Schweiz für die Schulen im Kanton nun wie folgt eingekauft:
  • 100 Prozent Schweizer Geflügel und 100 Prozent Schweizer Fleisch (Rind, Schwein, Kalb), davon 66 Prozent aus tierfreundlicher Labelhaltung
  • Fisch aus MSC/ASC-zertifiziertem Fischfang
  • 100 Prozent Bio-Eier aus Freilandhaltung, 100 Prozent IP-Suisse-Wiesenmilch, 100 Prozent Schweizer Bio-Tofu, 100 Prozent Quinoa, 100 Prozent IP-Suisse Karotten
  • Klimagemüse: Tomaten, Gurken, Auberginen, Salat und Peperoni aus Schweizer Saison aus nicht fossil beheizten Gewächshäusern
  • Gratis-Trinkwasser aus der Leitung
  • insgesamt 80 Prozent der verwendeten Produkte stammen aus der Schweiz

Schüler für mehr Tierwohl

Lehrer und Angestellte in den Schulen sind von der Preiserhöhung stärker betroffen.
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Lehrer und Angestellte in den Schulen sind von der Preiserhöhung stärker betroffen.
"Mit dieser Maßnahme garantieren wir eine langfristige Weiterentwicklung im Bereich der Nachhaltigkeit, wie etwa Ausbau des Fleischanteils aus tierfreundlicher Haltung, Reduktion der Flugware und Alternativen zu Einwegverpackungen", erläutert ein Info-Blatt zur neuen Preisstruktur. Dazu SV-Schweiz-Sprecherin Manuela Stockmeyer: "Befragungen haben uns gezeigt, dass es auch den Gästen sehr wichtig ist, nachhaltige Lebensmittel zu konsumieren und dafür sogar einen Aufpreis in Kauf zu nehmen." Die Preise an den Salattheken bleiben auch nach über zehn Jahren unverändert stabil bei 2,30 CHF (2,09 €) pro 100 Gramm. Die Tasse Kaffee kostet neuerdings allerdings für Lehrende und Angestellte 2,50 CHF (2,27 €), für Schüler 2,20 CHF (2 €). Bislang zahlten alle 2,10 CHF (1,91 €).

Über SV Schweiz
SV Schweiz gehört zur SV Group, einer Gastronomie- und Hotelmanagement-Gruppe mit den Geschäftsfeldern Gemeinschaftsgastronomie, öffentliche Gastronomie und Hotel. Unter der Marke SV Restaurant betreibt das Unternehmen mehr als 300 Mitarbeiterrestaurants und Mensen in der Schweiz. Das Unternehmen geht auf die 1914 von der Pionierin Else Züblin-Spiller gegründete Non-Profit-Organisation "Schweizer Verband Soldatenwohl" zurück. Sie betrieb Soldatenstuben und bot dort ausgewogene und preiswerte Verpflegung an. Die ideellen Werte des Gründervereins werden heute von der SV Stiftung weitergeführt. Die gemeinnützig ausgerichtete Stiftung ist Mehrheitsaktionärin der SV Group und setzt ihre Dividende für Projekte im Bereich der gesunden Ernährung und für das Gemeinwohl ein.


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