UK / Coronakrise

Johnson kündigt Gastro-Öffnung für Juli an

Teile der Gastronomie im von Corona schwer getroffenen Großbritannien sollen voraussichtlich Anfang Juli wieder öffnen dürfen. Enge und volle Pubs müssen möglicherweise noch länger warten, bis sie ihren Betrieb wieder hochfahren können.
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Teile der Gastronomie im von Corona schwer getroffenen Großbritannien sollen voraussichtlich Anfang Juli wieder öffnen dürfen. Enge und volle Pubs müssen möglicherweise noch länger warten, bis sie ihren Betrieb wieder hochfahren können.

Im Rahmen einer Fernsehansprache am Sonntag stellte der britische Premierminister Boris Johnson die Wiedereröffnung der Gastronomie für den 4. Juli in Aussicht. Jedoch sollen nicht alle Betriebe des Gastgewerbes die Erlaubnis für den Re-Start erhalten, wie nun aus einem Anfang der Woche veröffentlichten Regierungsreport hervorgeht. Ausgenommen sind demnach voraussichtlich "Orte, an denen es schwierig sein wird, Abstand zu halten." 

Die gewählte Formulierung dürfte sich auf Pubs, Clubs und möglicherweise auch auf Restaurants beziehen, in denen es aus Platzgründen oder eben aufgrund des Betriebstyps schwer möglich ist, die sozialen Kontakte und Interaktionen zu limitieren. Der 50 Seiten starke Regierungsbericht mit dem Titel "Our Plan to Rebuild" widmet dem Gastgewerbe nur wenige Absätze. Bestätigt wird darin der 4. Juli als frühestmöglicher Termin für den Re-Start der britischen Gastronomie.

Zuvor bereits wurde in Großbritannien darauf spekuliert, dass Betriebe mit Außengastronomie - Pubs und Biergärten ausgenommen - die ersten sein würden, denen die Öffnung erlaubt wird. Im Report fehlt jedoch eine entsprechende Erwähnung. Darüber, wie die Sicherheitsauflagen, die in der britischen Gastronomie umgesetzt werden müssen, aussehen, sollen neue "Covid-19-Secure-Guidelines Auskunft geben, die noch in dieser Woche veröffentlicht werden sollen. 

Um die richtigen Schritte zur rechten Zeit einzuleiten, plane die britische Regierung  derweil, die Eröffnungen in anderen Ländern genau zu verfolgen.

Für die britische Pub-Kultur dauert die Durststrecke damit auf unbestimmte Zeit an. Ohne ein Startdatum stehe man nun jetzt weiter vor großer Unsicherheit und dem finanziellen Ruin, beklagte Emma McClarkin, Geschäftsführerin der British Beer & Pub Association. Sollte die Regierung den britischen Pubs keine weiteren finanziellen Hilfen zur Verfügung stellen, könnten einer Studie des Verbands zufolge 40 Prozent der Betriebe nicht länger als bis September überleben. Das wären fast 19.000 Pubs, die ihre Türen für immer schließen müssten. 






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