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JD Wetherspoon beendet alle Social Media-Aktivitäten

Querdenker: JD Wetherspoon-Chef Tim Martin möchte in Zukunft lieber wieder ohne Social Media mit seinen Gästen kommunizieren.
JD Wetherspoon
Querdenker: JD Wetherspoon-Chef Tim Martin möchte in Zukunft lieber wieder ohne Social Media mit seinen Gästen kommunizieren.

Twitter, Facebook, Instagram - auf keiner dieser Plattformen wird es zukünftig noch Nachrichten und Informationen des britischen Pub-Giganten JD Wetherspoon geben. CEO Tim Martin, bekannt für seine mitunter kontroversen Ansichten, verkündete, die negative Publicity rund um das Datenleck bei Facebook habe zu einem massiven Vertrauensverlust geführt, weshalb weder die Accounts der rund 900 Pubs der Marke noch die der Zentrale in Watford weitergeführt werden. 

JD Wetherspoon hatte bisher rund 44.000 Follower auf Twitter und beinahe 100.000 Facebook-Fans. Sie können sich ab sofort über die Website des Unternehmens über Öffnungszeiten, Angebote und Specials in ihrem Lieblingspub informieren, ebenso wie über das Magazin Wetherspoon News, das in den Standorten ausliegt. 

„Es wird doch immer offensichtlicher, dass die Menschen viel zu viel Zeit mit Twitter, Instagram und Facebook verbringen, da sie süchtig machen.“
Tim Martin, 
Tim Martin, unter anderem auch ein lautstarker Befürworter des Brexits, zeigte sich überzeugt, dass der Ausstieg aus Social Media sich nicht negativ auf die Umsätze auswirken wird: "Entgegen der Mehrheitsmeinung glauben meine Pub-Manager und ich nicht, dass diese Plattformen ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Unternehmensführung sind. Es wird doch immer offensichtlicher, dass die Menschen viel zu viel Zeit mit Twitter, Instagram und Facebook verbringen, da sie süchtig machen. Unsere Gäste sollen besser mit dem Personal in unseren Pubs reden, um sich über Neuigkeiten zu informieren."

Die Ankündigung - übrigens per Twitter und Facebook mitgeteilt - stieß zunächst auf ein gemischtes Echo. Manch User sieht darin einen "weiteren Schritt rückwärts" für JD Wetherspoon, andere attestieren dem Unternehmen, es habe die "Werbung über Social Media ohnehin nicht nötig".

Die 1979 von Tim Martin gegründete Kette betreibt im Vereinigten Königreich rund 900 Pubs und einige Hotels. 2017 lag der Umsatz bei 1,66 Mrd. Pfund.

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