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Whitbread gliedert Costa Coffee aus

Demnächst ein unabhängiges Unternehmen: Europas größter Coffeebar-Player Costa.
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Demnächst ein unabhängiges Unternehmen: Europas größter Coffeebar-Player Costa.

Der Schritt war schon seit einiger Zeit erwartet worden, nun ist es offiziell: Der britische Hospitality-Konzern Whitbread lagert sein Kaffeebar-Business in ein eigenes börsennotiertes Unternehmen aus. Die Entscheidung kam offenbar auf Druck der Investoren zustande. 

Die Ausgliederung der größten Kaffeebarkette Europas aus dem Konzern soll in einem Zeitraum von zwei Jahren vollzogen werden. Dies erlaube den Anteilseignern, "in zwei unterschiedliche, fokussierte und marktführende Unternehmen zu investieren", teilte Whitbread mit. Zum Konzern gehören neben Costa Coffee auch Restaurants, darunter die Marken Brewer's Fayre und Beefeater, sowie die Premier Inn-Hotels.

Der Konzern folgt damit dem Wunsch einiger Investoren, die in den vergangenen Jahren verstärkt argumentiert hatten, eine Aufspaltung in das Kaffeebar-Geschäft einerseits und das Hotel- und Restaurant-Business andererseits sei die bessere Strategie. Zu den 'activist investors' gehören Elliott Advisors und Sachem Head, die gemeinsam rund 10 % der Whitbread-Anteile kontrollieren.

Costa Coffee hat alleine im Heimatmarkt Großbritannien rund 2.400 Kaffeebars, weitere 1.400 befinden sich in 31 Ländern weltweit. In Europa waren es Ende 2017 insgesamt gut 2.800 Units - 244 mehr als ein Jahr zuvor. Das Wachstum vor allem an Verkehrsstandorten führte im 3. Quartal 2017 zu einem Umsatzplus in Großbritannien von 7,2 %. Weltweit gibt es außerdem mehr als 8.200 Costa Express-Verkaufsautomaten, die rund 210 Mio. Pfund zum Erlös des Konzerns beitragen.

     


Whitbread-CEO Alison Brittain wies Berichte zurück, die Entscheidung sei auf Druck der Shareholder zustande gekommen. Vielmehr habe man die Diskussion um eine Ausgliederung schon seit Jahren geführt, jetzt sei der richtige Zeitpunkt gekommen. "Die Konzernführung ist überzeugt, dass sowohl Premier Inn als auch Costa schnell in der Lage sein werden, als unabhängige, starke und große Unternehmen am Markt zu bestehen."

Vor allem in China, wo Starbucks momentan Marktführer ist, soll die Marke Costa wachsen: Brittain kündigte eine Verdreifachung der Outlet-Zahl an. Die Gesamtumsätze des Whitbread-Konzerns wuchsen im vergangenen Geschäftsjahr (Ende: Februar 2018) um 6,1 % auf 3,3 Mrd. Pfund.

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