USA

Ärger im McDonald's-Paradies


McDonald's-Franchiser in den USA fordern den Konzern heraus.
Unsplash
McDonald's-Franchiser in den USA fordern den Konzern heraus.

Die erst Ende 2018 gegründete unabhängige McDonald's Franchise-Nehmer-Vertretung National Owners Association (NOA) fordert den Konzern in den USA heraus - es fehlten wichtige Gerichte auf dem vorgeschriebenen McD-Menü.

 "Wir verlieren stetig Gäste", heißt es in einem veröffentlichten Brief der NOA. Dem Schreiben zufolge verlangten die Gäste immer öfter nach einem Premium-Chicken-Sandwich. Das sei aber nicht im Angebot und vom Konzern auch in Zukunft nicht angedacht.

"Leider müssen unsere Gäste zur Konkurrenz gehen, um ein solches Sandwich zu bekommen", beklagen die Franchiser unisono. Mit der Konkurrenz ist Chick-fil-A gemeint, die drittgrößte QSR-Kette in den USA und mit über 2.300 Locations die größte Kette, die Hähnchen anbietet. "Wir müssen das Chicken-Sandwich nicht neu erfinden, wir müssen es nur besser machen als die anderen", meint die NOA.
Weiterer Streitpunkt Umbau
Ein weiterer Streitpunkt sind die von McDonald's geforderten Umbauten. Ursprünglich sollten alle US-Units der Quickservice-Kette bis 2020 zu "Experience of the Future"-Restaurants umgerüstet werden. Der Mutterkonzern übernimmt 55 Prozent der Umbaukosten, den Rest trägt der Franchise-Nehmer.
Außerdem möchten sich die Franchiser von dem "1-Dollar-any-size drink program" verabschieden. Das koste nur Geld und bringe nicht die erhoffte Frequenz in die Läden. Die NOA vertritt rund 400 McD-Franciser in den USA, die mehrere tausend Restaurants betreiben. Insgesamt gibt es in den USA 14.000 McDonald's Restaurants.

stats