Wien / Österreich

Neuer Franchise-Partner für Jamie Oliver

Der 550 Quadratmeter große Jamie Oliver-Standort in Wien offeriert auch eine eigene Bar.
Jamie Oliver
Der 550 Quadratmeter große Jamie Oliver-Standort in Wien offeriert auch eine eigene Bar.

Die Wiener Gastronomen Gabriele und Robert Huth übernehmen den Standort von Jamie Oliver in der Innenstadt der österreichischen Hauptstadt. Aus "Jamie´s Italian" machen sie "Jamie Oliver Wien". Einige Anpassungen des Konzepts an die lokalen Gast-Erwartungen sollen dem Standort zu Erfolg verhelfen.

 Zum 1. Februar 2020 haben Gabriele und Robert Huth das Jamie’s Italian am Dr.-Karl-Lueger-Platz in der Wiener Innenstadt übernommen. Der Stabwechsel der Franchise-Nehmer – von der ungarischen Zsidai Group zur Wiener Huth Gastronomie – sei ganz schnell und kurzfristig von statten gegangen, berichtet Robert Huth im Gespräch mit FOOD SERVICE. Die Übernahme wurde erst am 27. Januar unterzeichnet. Man habe die Wahl gehabt, aus dem Standort etwas Neues zu machen oder eben als Franchise-Nehmer weiterzumachen. "Wir haben uns ganz eindeutig für Jamie Oliver entschieden", so Huth.
Jamie Oliver Wien
Im Herzen von Wien, direkt am Stubentor, erstreckt sich das Restaurant "Jamie Oliver Wien" über zwei Etagen aus insgesamt 550 Quadratmetern. Im Sommer gibt es einen großzügigen Gastgarten vor dem Restaurant auf einem der schönsten Plätze der Wiener Innenstadt. Anziehen will man sowohl Familien als auch Geschäftsleute und Event-Kunden.

"Jamie Oliver ist noch immer der international bekannteste Koch", glaubt der Unternehmer. "Die Insolvenz seiner Restaurant-Kette wirft vielleicht einen Schatten auf die Marke, aber die Strahlkraft ist noch immer da. Das sehen wir schon in den ersten Tagen." Einfach weitermachen wie bislang wollte Huth am Wiener Standort dennoch nicht. In den wenigen Tagen seit der Übernahme wurde die Karte verändert und auch die Preise wurden angepasst – sprich: nach unten korrigiert. "Die Österreicher sind preisbewusste Konsumenten. Wenn sie nicht gerade auf Reisen sind, erwarten sie ein komfortables Restaurant-Erlebnis zu überschaubaren Preisen."
Über die Zsidai Group
Die Zsidai Group ist ein ungarisches Familienunternehmen mit Sitz in Budapest. In der ungarischen Hauptstadt betreibt die Gruppe neun Gastronomie-Betriebe und zwei Boutique-Hotels. Unter den Budapester Standorten sind auch zwei der Jamie Oliver Group. Darüber hinaus zählen drei Restaurants in Marbella zu Zsidai. Die Bandbreite der Konzepte reicht von feiner ungarischer Küche über Bistro- und Deli-Standorte, Grill-Restaurants, einer asiatischen Bar-Formel bis zu Jamie Oliver’s Pizzeria. Allen Betrieben gemein ist ein außergewöhnliches und originelles Design.

Um die Karte in der Gesamtschau leistbarer zu machen, kam eine Holzofenpizza ins Sortiment. "Aber vor allem haben wir Pastagerichte ergänzt. Schließlich ist Jamie Oliver für seine Pasta-Kreationen und die seines Mentors Gennaro Contaldo bekannt. Darüber hinaus haben wir seine Burger-Rezepte aufgenommen." Auch ein neuer Name reflektiert die Veränderungen: Aus Jamie’s Italian wurde Jamie Oliver Wien.
„Um hier erfolgreich zu sein, brauchen internationale Marken einen lokalen Partner zur Umsetzung.“
Robert Huth, Wiener Gastro-Unternehmer

2001 eröffnete das Ehepaar Huth sein erstes Restaurant. Mittlerweile ist daraus ein erfolgreiches Gastro-Unternehmen mit sieben Betrieben geworden.
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2001 eröffnete das Ehepaar Huth sein erstes Restaurant. Mittlerweile ist daraus ein erfolgreiches Gastro-Unternehmen mit sieben Betrieben geworden.

Dass die Huths wissen, wie der Wiener Markt tickt, haben sie längst bewiesen. Seit 2001 haben Gabriele und Robert Huth zahlreiche erfolgreiche Konzepte etabliert. Mit ihren jüngsten Neuzugang – erstmals keine Eigenkreation – betreiben sie nun sieben Restaurants. Die eigenen Restaurants reichen von wienerisch (Die Gastwirtschaft) über italienisch (Da Moritz) bis zur Steakhaus- und Burger-Küche (Rinderwahn, Mama & der Bulle).
Bei gutem Wetter kommen nochmal mehr als 70 Plätze auf der Terrasse hinzu.
Jamie Oliver
Bei gutem Wetter kommen nochmal mehr als 70 Plätze auf der Terrasse hinzu.

"Unsere eigenen Konzepte sind gut standardisiert und im Baukasten-System umsetzbar. Das Jamie Oliver Wien dagegen erfordert jetzt erstmal unseren vollen persönlichen Einsatz. Das Konzept ist auch deutlich personalintensiver als unsere eigenen Betriebe", analysiert Huth. "Erfolgreich kann es nur sein, wenn die Mitarbeiter auch voll ausgelastet werden." Das selbst gesteckte Umsatzziel für die ersten 12 Monate liegt bei 2 Mio. Euro netto. "Wenn wir dieses Ziel nicht schaffen, müssen wir uns etwas überlegen."

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