Zuckersteuer

Wenig Bremswirkung in Großbritannien

Stark zuckerhaltige Getränke werden im Vereinigten Königreich seit April höher besteuert.
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Stark zuckerhaltige Getränke werden im Vereinigten Königreich seit April höher besteuert.

Die im April in Großbritannien eingeführte "Zuckersteuer" hat nur minimalen Einfluss auf das Verhalten der Konsumenten. Dies ergab eine aktuelle Studie des globalen Performance Management Unternehmens Nielsen. Sie stellt aber auch fest: Um die Extrasteuer zu vermeiden, haben viele Hersteller den Zuckergehalt ihrer Produkte deutlich gesenkt.

62 Prozent der Konsumenten im Vereinigten Königreich gaben an, ihr Kaufverhalten nicht verändert zu haben, nachdem die Steuer auf zuckerhaltige Getränke (Soft Drinks Industry Levy) in Kraft getreten war. Nur ein Fünftel achte demnach nun häufiger auf Angaben zum Zuckergehalt von Softdrinks.

Steuer nicht wirkungslos

Als positiven Effekt der neu erhobenen Steuer stellen die Macher der Studie fest, dass die meisten Softdrinks heute so wenig Zucker enthalten, dass sie nicht besteuert werden. Die gesetzliche Maßnahme habe so das Bewusstsein für die gesundheitlichen Risiken durch zu viel Zucker in der Ernährung gefördert.

Zustimmung in der Bevölkerung

Bevor die Zuckersteuer greifen sollte, befürworteten über die Hälfte der Befragten (54 %) das Vorhaben. Fast 70 Prozent waren sogar der Meinung, die Steuer solle auch auf Süßwaren angewendet werden.



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