Cafe Del Sol

10 Standorte jetzt, 100 in fünf Jahren

Mit der Eröffnung des neuen Cafe Del Sol am 13. Juli in Castrop-Rauxel wird das erfolgreiche Freestander-System der Gastro & Soul GmbH Hildesheim ’zweistellig’. Nach fünf Jahren lässt sich sagen: Christian Eggers, Delf Neumann und Dirk Meder haben – allen Unkenrufen zum Trotz - bewiesen, dass Grüne-Wiese-Standorte, die die Deutschen durch McDonald’s und Burger King gelernt haben, definitiv auch außerhalb der Fast-Food-Sphäre funktionieren. Noch in diesem Jahr wird die ’Sonne’ in Lünen, Marl, Siegen und mit Filderstadt bei Stuttgart auch erstmals in Süddeutschland aufgehen. Die Zielmarke für 2011 heißt 100 Cafe Del Sol-Units deutschlandweit. Wobei die Betonung auf ’deutschlandweit’ liegt. „Ein späteres Wachstum ins europäische Ausland schließen wir nicht grundsätzlich aus“, erklärt Christian Eggers, Geschäftsführer Marketing und System. „Cafe Del Sol ist sicher exportfähig. Unser Fokus liegt in den nächsten Jahren jedoch eindeutig hier.“ In der angestrebten hohen Expansionsschlagzahl sehen die drei Geschäftsführer eine lösbare Aufgabe. „Wir haben im ersten Jahr mit Cafe Del Sol schon 200 %iges Wachstum gemeistert, dann sollten 50 % pro Jahr nicht zu schnell für uns sein“, so Delf Neumann. Die ungefähre Rechnung Neumanns bei der ersten Pressekonferenz des jungen Unternehmens: Nach 14 Standorten Ende 2006 +7 in 2007, +10 im Jahr 2008, +15 2009 und +23 2010. Kämen 2011 noch einmal rund 35 neue Outlets hinzu, wäre der 100. Standort in fünf Jahren fällig. „Cafe Del Sol war von Anfang an auf 100 Standorte ausgelegt. Jetzt erweist es sich als gute Investition, dass wir vor dem Start 2 Jahre in die Entwicklung eines voll funktionsfähigen Systems gesteckt haben.“ Derzeit stellen Standortsuche und -akquise die größte Herausforderung für das junge Unternehmen dar. „Ein Punkt, den wir uns einfacher vorgestellt hatten.“ Bedingungen: 5.000 bis 7.000 qm bebaubare Fläche an hoch frequentierten Ausfallstraßen von Städten mit einer Einwohnerzahl ab 85.000, Raum für ca. 100 Parkplätze. Statt auf Franchising setzt Gastro & Soul auf Wachstum im Partnermodell: „Jeder Mitarbeiter hat bei uns die Chance, Geschäftsführer und Partner eines Cafe Del Sol zu werden,“ so Dirk Meder, dritter Kopf des Unternehmens. In der Regel sind diese zu einem bestimmten Prozentsatz an der jeweiligen Betriebsgesellschaft vor Ort beteiligt. Neben Banken und Sparkassen, die inzwischen als Geldgeber für die 2,5 bis 3 Mio. € teuren Freestander inkl. Grundstück mit im Boot sind, sucht man zukünftig Investoren, von denen die jeweilige Betreibergesellschaft die Immobilie als Pächter übernehmen soll. „Neben ihrer wichtigen Funktion als Ausdruck der Corporate Identity spart uns die jeweils 1:1 realisierte Kolonialvilla viel Planungsaufwand. Unsere eigenen Baufirma errichtet das Gebäude inzwischen fast ’blind’ in der Rekordzeit von knapp 3 Monaten,“ so Eggers. Operativ hilft das standardisierte Layout darüber hinaus die Betriebskosten erheblich zu senken. Mit jedem neuen Cafe Del Sol entstehen 50 Arbeitsplätze – ein Grund, warum Kommunen die Hildesheimer Gastro-Profis mit offenen Armen empfangen und bei der Projektentwicklung tatkräftig unterstützen. Es gibt aber auch Gegenbeispiele: „Gerade in den größeren Städten mit reichhaltigem Ausgeh-Angebot ist das Interesse oft noch sehr gering“, berichtet Eggers. „Deswegen gehen wir jetzt verstärkt über die Medien in die Offensive, um unsere Marke bekannter zu machen.“ In Sachen Mitarbeiterakquise geht man neuerdings ungewöhnliche Wege. „Für Castrop-Rauxel haben wir ein eintägiges Casting nach TV-Vorbild gemacht“, erzählt Neumann. „Jeder Bewerber hatte drei Minuten Zeit, sich zu präsentieren. Dadurch hatten wir einen viel direkteren Vergleich, als wenn sich die Auswahlgespräche über einen längeren Zeitraum hingezogen hätten und haben so in kürzester Zeit sehr qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiter gefunden.“ Neben dem Aufbau von Cafe Del Sol machen die Hildesheimer am 16. August mit der Eröffnung der ersten ’Bavaria Alm’ in Torfhaus im Harz einen Schritt zu mehr Vielfalt in der deutschen Freestander-Kategorie. Hüttenromantik (aber kein Après-Ski-Halligalli) lautet das Zauberwort der Formel, bei der die hochgradige Standardisierung des Cafe Del Sol auf alpenländisches Heimeligkeit übertragen wird. Mit einem Schwerpunkt auf Fleisch (von Weißwurst bis Schnitzel) und Bier statt auf Salat und Pasta, heimisch statt Ethno, quasi ein kleiner Bruder für die große Schwester Cafe Del Sol, die – insgesamt femininer ausgerichtet – immerhin bis zu 65 % Frauen anzieht. Volksmusik statt Pop also, mit erwartetem großen Potenzial bei der Zielgruppe ab 35. „Wenn man sich die Verkaufszahlen der Musikindustrie ansieht, läuft Heimisch-Traditionelles tatsächlich besser als Importware. Wir glauben, dass das in der Gastronomie ähnlich ist“, so Eggers. Die zweite Bavaria Alm eröffnet noch im November direkt neben dem Cafe Del Sol in Hannover-Garbsen, in Zukunft sollen geeignete Standorte zweifach besetzt sein. „Die Zielgruppen sind unterschiedlich. Es wird Gäste geben, die ausschließlich das Cafe Del Sol oder die Alm besuchen. Aber auch viele, die sich mal für das eine, mal für das andere Konzept entscheiden“, erwartet Christian Eggers. „Eines unserer mittelfristigen Ziele ist die Errichtung von Gastro-Parks, bei denen verschiedene Restaurants als Attraktion nebeneinander existieren.“ Nach einem Umsatz von 18,9 Mio. € im Jahr 2005 (9 Standorte, 390 Mitarbeiter) rechnet Delf Neumann für Cafe Del Sol in diesem Jahr mit Erlösen von 30 Mio. €. „Mit unseren durchdachten Organisationsstrukturen haben wir ein solides Fundament geschaffen, auf dem wir in den nächsten Jahren unseren Vorsprung als Freestander-Profis mit Kommunikations-Konzept ausbauen wollen.“ www.cafedelsol.de www.bavariaalm.de



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