Frankfurter Tigerpalast

15 Jahre hohes Attraktivitätsniveau

Die Auslastung des Frankfurter Varietee-Tempels in der Heiligkreuzgasse liegt ungebrochen bei rund 90 Prozent, und seit dem Eröffnungsjahr 1988 hat man den Umsatz (Ausnahme Terrorjahr 2001) jährlich um mindestens acht Prozent steigern können. "Wir treffen den Nerv der Großstadt", kommentiert Direktor und Mitbegründer Johnny Klinke den Erfolg seines Theaters, das als Branchenführer in Deutschland sowohl in künstlerischer als auch in kulinarischer Hinsicht Maßstäbe setzt. Einiges hat sich binnen 1,5 Dekaden verändert, einiges ist gleich geblieben. Als große Erfolg bringende Konstante des nicht öffentlich subventionierten Hauses gilt die Show: traditionelles Varietee als Mix aus Artistik, Poesie und Comedy in perfekter Inszenierung und Organisation. Auf höchstem Niveau, versteht sich, mit renommierten Künstlern aus aller Welt. Neu hinzu komponiert hat das Führungstrio Klinke, Margareta Dillinger (künstlerische Leitung) und Robert Mangold (Gastronomie-Chef) den kulinarischen Part. Bestehend aus Palast-Bar plus Bistro und dem Tiger-Restaurant, das 1999 sogar mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Verbessert wurden im Laufe der Jahre natürlich u. a. gestalterische Elemente wie z.B. Lichttechnik, Design und Orchesterplatzierung. Dienstags bis sonntags finden zweimal täglich Vorstellungen in dem 180 Plätze starken Hause statt. 45 EUR kosten die Eintrittkarten auf allen Plätzen. Wie es weiter gehen soll, daraus machen die Tigerpalast-Verantwortlichen kein Hehl. Man muss die Spitzenqualität kontinuierlich stabil halten und stetige Feinarbeiten in Sachen Konzept und Organisation durchführen, - nur dann ist es möglich, im deutlich schärfer gewordenen Wettbewerb zu bestehen. Denn hier hat sich Elementares verändert: Zum Start des Tigerpalastes gab es nur ein Varietee in Deutschland, das als ernsthafte Konkurrenz gelten konnte, das Hansa-Theater in Hamburg. Inzwischen hat das Genre eine wahre Renaissance erlebt mit neuen Schauplätzen in Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig usw. Das Besondere am Frankfurter Varietee sieht Klinke jedoch darin, dass das Haus eng mit dem Leben der Stadt und der Gesellschaft verknüpft ist. Vor allem an Premiere-Abenden gilt es als einer der wenigen Orte, wo sich Persönlichkeiten unterschiedlicher Lebensbereiche treffen. Der Tigerpalast hat sich sicherlich als Vorzeige-Objekt Frankfurts, wenn nicht sogar Deutschlands, einen Namen gemacht.



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