Top-Eigenregie

2,0 % Umsatzplus/Daimler an der Spitze

Zum dritten Mal präsentiert die Wirtchatsfachzeitschrift gv-praxis die führenden Verpflegungsbetriebe in Eigenregie mit ihren Umsätzen (ohne Subventionen), aber inklusive externer Drittgeschäfte. Das Umsatzplus in 2007 der 17 befragten Unternehmen: 2,0 Prozent (Vj. 4,9%). Grundproblem: steigende Lebensmittelpreise und sinkende Gästezahlen (-2,0%). Im Plus: Drittgeschäfte. Auch in diesem Jahr steht der Daimler-Konzern an der Spitze unseres Ranking, allerdings mit 79,0 Mio. € (Vj. 82,1 Mio. € Umsatz ohne Mwst.). Unter den 17 Unternehmen befinden sich neun GmbHs. Die Schwerpunkte der Eigenregiegrößen 2007 liegen wieder im Automobilsektor, in der Chemie und bei Banken. Generell war das vergangene Jahr geprägt durch hohen Kosten- und Effizienzdruck, Senkungen des operativen Zuschusses und deutliche Preissensibilität der Gäste. Gleichzeitig wird ein gestiegenes Ernährungsbewusstsein festgestellt. Kaum ein Befragter, der nicht längst eine kalorienreduzierte Menülinie oder einzelne Offerten präsentiert. Größte Hürde in 2007: die gestiegenen Einkaufspreise, besonders im Fleisch- und Molkereibereich, was wieder zu höheren Abgabepreisen führte. Insgesamt kommen die Unternehmen auf einen Umsatz ohne Subventionen von 453,8 Mio. € (Vj. 445,1 Mio. €), das entspricht einem Plus von 2,0 Prozent. gBei leicht rückläufigen Gästezahlen lag der Durchschnitts-Bon im Mittelwert bei 3,39 € (Vj. 3,24 €), das ist eine Steigerung von 4,6 Prozent. Die Hälfte der befragten Verantwortlichen (52, 6 %) gaben an, dass sie mit sinkenden Zuschüssen klarkommen mussten. Im Jahr zuvor waren es sogar fast 65 Prozent. Bei 21,1 Prozent (Vj. 11,8 %) gab es diesbezüglich Steigerungen. Hauptproblem war in 2007 die sich verschlechternde Kostensituation, die deutliche 68,4 Prozent (Vj. 52,9 %) auch so bewerteten. Positiv wird dagegen die Entwicklung beurteilt, viel (21,1 %) oder etwas bessere Umsätze (57,9 %) generiert zu haben. Das wertmäßige Umatzplus lag in 2007 bei 8,7 Mio. €. Insgesamt versorgten die 17 Companies 59,2 Millionen Gäste und beschäftigen 6.533 Mitarbeiter (inkl. Teilzeit) in der Gastronomie. Das Gastpotenzial lag bei rund 754.916 Menschen pro Tag. Vergleichen wir die Umsatzwerte in den einzelnen Servicefeldern, dann fällt auf, dass die Hauptverpflegung mit einem Umsatzanteil von 197,7 Mio. € den größten Anteil ausmacht, aber ein leichtes Umsatzminus von 0,1 Prozent verbuchte, also stagnierte. Schaut man sich die Gästeverluste, verursacht durch betriebsgastronomiefremde Faktoren an, dann verwundert das nicht weiter. Herausragendes Beispiel: der Siemens-Konzern (470.000 Gäste weniger nur in der Mittagsverpflegung). Aber auch die Bahn meldet einen Gästerückgang von 200.000. Personalabbauprogramme bei Daimler sorgten für einen Rückgang von 199.000 Gästen. Größter Gewinner ist BMW mit 674.559 zusätzlichen Gästen im Vergleich zum Vorjahr. Von den 17 Unternehmen weisen drei (Daimler, Siemens, DB) ein Umsatzminus aus, fünf melden zweistellige und neun einstellige Umsatzzuwächse. Das Ranking wurde in der aktuellen Ausgabe der gv-praxis veröffentlicht. Redaktion gv-praxis Top-Eigenregie, größte Kantinen, unternehmenseigene Bewirtschaftung, Verpflegungs-GmbH


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