Tank & Rast Holding

2003 mehr Umsatz und Gewinn

Die Autobahn Tank & Rast Holding GmbH konnte im vergangenen Jahr trotz gedämpften Verbraucher- und Reiseklimas ihren Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 8,1 % auf 133 Mio. Euro steigern. Die Umsätze wuchsen um 3,8 % auf 206,1 Mio. Euro. Darin mache sich die Strategie geltend, systematisch Modernisierung und Angebotsausweitung vor Ort voranzutreiben, so Dr. Karl-H. Rolfes, Sprecher der Geschäftsführung. In den vergangenen drei Jahren sind rd. 170 Mio. Euro in die Modernisierung der rd. 720 Servicebetriebe an der Autobahn investiert worden. Schwerpunkte waren laut Rolfes unter anderem Marken-Kooperationen mit Namen wie Barilla, Burger King, Nordsee, Pizza Alberto, Lavazza und Segafredo. Allerdings hat die Holding - deren Erlöse vorwiegend aus Belieferungsentgelten der Mineralindustrie sowie aus Pachterlösen stammen, an Privatisierungserblasten zu tragen. So lag die Zinsbelastung infolge des 1998 erfolgten Leveraged Buy-Outs bei 55 Mio. Euro - mit ein Grund für den niedrigen Jahresüberschuss von 2,6 Mio. Euro. Gleichwohl soll das Unternehmen schon demnächst in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Damit wolle man, so Rolfes, die Möglichkeit eines Börsengangs vorantreiben. Die Betreibergesellschaft der Autobahn-Raststätten in Deutschland gehört derzeit zu je gut 30 % den Beteiligungsgesellschaften Apax, Lufthansa Commercial Holding und Allianz Capital Partners. Weitere 5 % liegen bei den Pächtern, 3 % beim Management. Schon seit längerem ist von Ausstiegsplänen der Investoren die Rede. Alternativ zum Börsengang werde auch eine strategische Partnerschaft geprüft, heißt es. Das Raststätten- und Tankstellennetz der Tank & Rast in Deutschland wird jährlich von rd. 500 Mio. Reisenden angesteuert, nur jeder zweite von ihnen gibt dort allerdings auch Geld aus. www.tank.rast.de

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