Dehoga

325 Euro sind nicht genug!

'Stuttgarter Resolution' des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes übt scharfe Kritik an Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung. "Weg mit der Sozialversicherungspflicht, her mit der alten Lohnsteuerpauschalierung bis 600 Euro bei den Minijobbern", so lautet die Hauptforderung der 'Stuttgarter Resolution', die der Große Vorstand des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), das Spitzengremium der Hoteliers und Gastronomen in Deutschland anlässlich seiner Tagung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt verabschiedet hat. Der Dehoga befürwortet daher ausdrücklich auch die jüngsten Vorschläge des CDU/CSU-Kanzlerkandidaten Stoiber sowie der FDP, die eine deutliche Heraufsetzung dieser Grenze fordern. Hierzu erklärt Ernst Fischer, Präsident des Dehoga: "Das bürokratische Ungeheuer 630-Mark-Gesetz muss endlich zur Strecke gebracht werden. Nur durch eine grundlegende Reform der Minijobs können legale Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum gefördert sowie der Binnenkonsum angekurbelt werden. Dies kann nur gelingen, wenn die besonders arbeitswilligen Leistungsträger der Gesellschaft nicht länger abgestraft werden."

Der 'Frontalangriff' der Bundesregierung auf die Geldbeutel der Mitarbeiter habe sich im Gastgewerbe seit 1999 als 100.000facher 'Jobkiller' erwiesen und zu einer staatlich provozierten Flucht in der Schwarzarbeit geführt. Die Vielzahl der kleinen und mittelständischen Unternehmer in Hotellerie und Gastronomie benötigen dringend ein flexibles Beschäftigungsinstrument, das einfach zu handhaben sei. Wer legale Arbeitsplätze schaffen wolle, müsse den bürokratischen Wirrwarr entfesseln und für "mehr Netto" bei den Beschäftigten sorgen. Dann entstehe auch endlich wieder Lust auf Konsum, so Fischer.

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