Ditsch

4 neue Units in UK

Vier neue Stores plant die Brezelbäckerei Ditsch 2010 in UK zu eröffnen – Ende März ging der erste im mittelenglischen Derby in einem Shopping-Center an den Start. Die nächste Eröffnung ist bereits für Mai terminiert: eine High-Street-Lage in Birmingham. Nummer 3 und 4 sollen im Herbst folgen.

Damit erhöht sich die Filial-Zahl der britischen Ditsch Ltd. – allesamt wie in Deutschland im Agentur-Partner-System geführt – zum Jahresende auf 12. Ende 2006 war man in einem Einkaufszentrum in Burton upon Trent losgelaufen, ließ im Dezember 2007 das nächste Outlet in einem EKZ in Manchester folgen und erhöhte im Herbst 2008 durch Neueröffnungen in Birmingham und Blackburn (ebenfalls EKZ-Standorte) die Gesamtzahl auf 4. 2009 steigerte man das Expansionstempo, vier weitere Ditsch-Stores eröffneten in Telford (März), Liverpool (Mai), Leeds (Aug.) und Wolverhampton (Dez.). „Bei sieben der neun Standorte handelt es sich um Shopping-Center-Lagen, in Leeds haben wir uns erstmals in eine Fußgängerzone gewagt. Mit dem neuen Geschäft in Birmingham eröffnen wir im Mai dann unseren zweiten High-Street-Standort“, erklärt Joachim Supper, der in Deutschland Ansprechpartner für den Englischen Geschäftsführer Raz Nehushtan ist.

Rund 2 Mio. EUR Umsatz generierte die englische Company 2009 mit 8 Units, wovon zwei in den beiden ersten Quartalen und zwei weitere erst zum Jahresende eröffneten und somit nicht ganzjährig ihren Part zum Ergebnis beisteuern konnten.

„Der durchschnittliche Store-Umsatz pro Monat liegt mit rd. 25.000 englischen Pfund etwa in Höhe des Durchschnittswertes unserer deutschen Betriebe. Auch die Produktpreise bewegen sich ungefähr auf dem gleichen Niveau“, erklärt Supper. Nachdem das Pfund seit Eröffnung des ersten Stores durch einen deutlichen Werteverlust beinahe einen Umrechnungskurs von 1:1 gegenüber dem Euro erreicht, fährt die Company gut damit, in Großbritannien das entsprechende Preisniveau in Pence anzusetzen, das man in Deutschland in Cent veranschlagt. Vergleichbar ist auch hier wie dort die Höhe der Investitionen pro Store: 130.000-180.000 EUR.

Gänzlich anders als in Deutschland verhält sich allerdings die Nachfrage. Wohlgemerkt: Die Standorte hat Ditsch bisher bewusst in Mittelengland gewählt, nicht im Einzuggebiet London. Entsprechend definiert sich die Zielgruppe durch eine Mischung aus Landbevölkerung und Arbeiterschicht – darunter viele muslimische Verbraucher. „Vom hohen Nachfrageniveau, das unser Core-Produkt Brezel in Deutschland erreicht hat, sind wir in England noch weit entfernt – Brezel sind in dieser Region noch kein gelernter Snack. Andererseits mussten wir uns auf den vestärkten Wunsch der Kunden nach Geflügel- anstatt Schweinefleisch-Zutaten und grundsätzlich auf ein erhöhtes Bedürfnis nach Halal-Produkten einstellen“, stellt Supper fest. Inzwischen hängt eine Zertifizierung für Halal-Produkte in jedem Ditsch-Standort.

Pizza hat sich in der englischen Ditsch Ltd. mit Abstand zum Umsatzhero entwickelt. Sieben Pizzaprodukte – jedoch andere Sorten als in D, z.B. Chicken-Curry-Topping – bestreiten zwei Drittel des Umsatzes. Im deutschen Markt holen Pizzen knapp 50 % und beachtliche 25 % bestreitet allein die Brezel.

Sämtliche Produkte der drei Ditsch-Linien Laugen-Gebäck, Croissants und Pizzen werden in den deutschen Produktionszentralen in Mainz und Oranienbaum gefertigt und nach UK exportiert. Anfangs hat man sogar den gesamten Ladenbau in Deutschland beauftragt und über den Kanal transportiert, inzwischen hat sich Ditsch als Marke etabliert und britische Ladenbauer übernehmen den Job.

In Deutschland erzielte die Brezelbäckerei Ditsch 2009 gut 97 Mio. EUR Netto-Umsatz (inkl. Verkäufe an Dritte aus der Produktion), hiervon entfielen auf die 188 deutschen Filialen 57,1 Mio. EUR netto.

www.ditsch.co.uk
www.ditsch.de

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