New Orleans

40 % der Restaurants wieder eröffnet

Die Foodservice-Branche trägt nach Berichten amerikanischer Medien maßgeblich zum Wiederaufbau der vom Hurrican Katrina zerstörten Stadt New Orleans bei. „Neben dem Baugewerbe ist die Gastronomie derzeit die gesündeste Branche in der Stadt“, zitiert die Nachrichtenagentur AP John Williams von der University of New Orleans.



In New Orleans gab es vor dem Wirbelsturm (inklusive Vorstädte) 3.414 Restaurants, bisher haben nach Angaben des Restaurantverbandes rund 40 % wieder eröffnet. Seitdem der Wirbelsturm am 29. August 2005 große Teile der Südstaatenmetropole verwüstet hat, haben demnach 80 neue Gastronomie-Betriebe eröffnet – das Spektrum reicht von mobilen Versorgungseinheiten für Arbeiter bis hin zu mindestens 16 hochklassigen Restaurants.



Diese finden zur Überraschung vieler ihr Publikum – hatte man doch erwartet, dass höchstens Soldaten und Bauarbeiter in der Wiederaufbauphase außer Haus essen würden. Die Bewohner New Orleans’ seien jedoch sehr ausgehfreudig und betrachteten ein Essen im Restaurant als Beitrag zur Erholung der Wirtschaft. Dennoch ist das Betreiben eines Restaurants in der geschundenen Stadt immer noch eine Herausforderung – vor allem, weil der Tourismusmarkt sich noch längst nicht erholt hat. Auch die großen Kongresse, die in anderen Jahren die Restaurants der Stadt füllten, finden 2006 nicht hier statt – prekär vor allem für die Betriebe im French Quarter, dem Hauptanziehungspunkt für New Orleans-Reisende.



„Viel hängt von der Größe der Outlets ab“, erklärt Archie Casbarian, Besitzer des renommierten ’Arnaud’s’ im Französischen Viertel. „Die kleinen Betriebe mir wenig personal kommen gut zurecht. Wir aber haben 100 Plätze, hatten früher 300-400 Gäste am Abend. Heute kommen noch 100-200.“



Das Louisiana Department of Labour nennt für März 37,600 Beschäftigte in New Orleans’ Foodservice-Branche. Vor dem Sturm waren es 56,300. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Restaurantmitarbeiter habe sich leicht verbessert. „Von hoffnungslos verzweifelt zu verzweifelt“, wie es Tom Weatherly von der Louisiana Restaurant Association formuliert.

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