Schweiz

5 neue 'Beizen' pro Tag

Das Schweizer Gastgewerbe boomt. Jeden Tag gibt es 5 (!) neue Betriebe - oder fast 2.000 Betriebe mehr in den letzten 12 Monaten. Die neuesten Zahlen des Kompetenz-Zentrums sprechen eine deutliche Sprache. Heute werben 52.000 Beizen bzw. Absatzstellen im Gastgewerbe um die Gunst der 7.261.000 Einwohner in der Schweiz. Somit entfällt auf 139 Einwohner eine 'Beiz'. Der Kampf um den Gast wird immer intensiver, denn es gibt zwar mehr Betriebe, aber nicht mehr Umsatz. Der Gast wird daher immer mehr Auswahl erhalten. "Der Wirt muss sich also anstrengen, mehr für den Gast zu tun und verstärkt um ihn kämpfen", meint Michael Hostmann, Direktor des Kompetenz-Zentrums. Der Trend geht zur modernen Gastronomie und den Länderspezialitäten. Favoriten sind weiterhin die Landesspezialitäten sowie die italienische bzw. mediterrane und asiatische Küche. Aber im letzten Jahr zeigte die zweite Generation der Türken, Albaner, Ex-Jugoslawen wie vor 20 Jahren die Italiener, dass auch ihre fast 400.000 Einwohner in der Schweiz ihre neue gastronomische Heimat suchen und finden wollen, die sie bisher vermisst haben. 52.000 Beizen in der Schweiz (August 2002): Anzahl Moderne Gastronomie 8.700 Traditionelle Restaurants 7.600 Café / Tea Room / Bistro 5.800 Bar / Pub / Dancing 4.700 Landesspezialitäten 3.900 Feinschmecker 1.750 Selbstbedienung 1.100 Hotel / Pensionen 5.800 Klassisches Gastgewerbe 39.350 Vereine / Besenbeizen 4.800 Imbiss / Tankstellen 2.500 Heime 2.600 Personalrestaurants / Kantinen 2.350 Spitäler 430 Total Übrige 12.680 Grosskonsumentenmarkt 52.030 Quelle: dm-plus Direktmarketing AG, Rotkreuz Die Grundlagen und Erhebungsmethoden: Der Grosskonsumentenmarkt wurde nicht nach Objekten, sondern nach Absatzstellen untersucht. In dieser Studie wurden die Absatzstellen gezählt. Ein Hotelbetrieb verfügt neben dem Hotel bzw. Zimmerbereich auch über ein Restaurant und eine Bar. Der Betrieb hat also 3 Absatzstellen. 52.000 'Beizen' verteilen sich auf ca. 40.000 Objekte. Trends 2003:
  • Bei neuen Restaurantobjekten ist ein klarer Trend zu Kleinbetrieben festzustellen. Es gibt praktisch keine neuen Groß- und Mittelbetriebe mehr.
  • Stammtische werden immer mehr durch die Treffpunkt-Kommunikation in Form von einer Bar abgelöst.
  • Kinder als zukünftige Gäste werden fast nur von McDonald’s und der Migros/Coop wahrgenommen. Die traditionelle Gastronomie steht mit ein paar Ausnahmen immer noch abseits.
  • Die Animation im Restaurant wird neuzeitlich: Jassen ist out, DJ’s sind in!
  • Das Kleinhotel ohne einen besonderen Charakter oder ohne ein besonderes Thema wird sterben.
  • In der Restauration wird es eine noch klarere Strukturierung geben, hier Convenience-Produkte, da Frischprodukte.
  • Bei Wirtewechseln oder Gründung neuer Betriebe gibt es leider immer weniger Schweizer Wirte!




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