Fraport

60 % der Gastrofläche werden 2010 neu ausgeschrieben

Am Frankfurter Flughafen werden 2010 die Weichen neu gestellt. Für zwei Großprojekte, die 2011/2012 realisiert werden sollen, steht die öffentliche Ausschreibung kurz bevor. Insgesamt sollen 60 % der Gastrofläche (70 % des Umsatzpotentials) neu besetzt werden.


So ist im für das 2. Hj. 2010 geplanten Anbau am Terminal 1 ('A plus' exklusiv für Lufthansa, Kostenpunkt: 0,5 Mrd. EUR) eine ganz neue Gastro-Ebene vorgesehen: 2.000 qm gastronomisches Neuland.

Außerdem sollen die Betriebs- flächen im internationalen Transit-Bereich (ebenfalls Terminal 1) neu ausgeschrieben werden. Das sind über 30 % der aktuellen Gastrofläche. Alle Verträge laufen Ende 2010/2011 aus. Auch die Goethe-Bar soll erneuert werden.

„Die aktuellen Betreiber sind mit ihren Umsätzen alle zufrieden", so Mark Hallstein, Category Manager Food & Beverage, „aber uns geht es um eine Rundum-Erneuerung, ein frisches Gesicht."

Im Rahmen einer Marktforschung wurde 2009 erfragt, was sicht die potentiellen Gäste wünschen. 55 % sprachen sich für einen Foodcourt aus (45 % wollen weiterhin Service-Restaurants). Auch die präferierten Konzeptrichtungen wurden abgefragt. Das Ergebnis: Health Food (frische Säfte, Salate), Italienisches/Mediterranes und Asia-Angebote.

In kleinem Rahmen sei auch deutsches Essen eingeplant, z.B. ein Wurst-Snack. Ein Fast-Food-Burger-Anbieter darf auch nicht fehlen, auch wenn bei den  Befragten entsprechende Offerten auf dem vorletzten Platz landeten - die Erfahrung zeigt, dass das Essverhalten ein anderes ist.  Weiteres Muss: ein Coffee-Shop.

Die Fraport-Auswahlkriterien laut der 2005 entwickelten Gastronimie-Vision: herausragender Service, faires Preis-Leistungs-Verhältnis bei sehr guter Qualität, optimale Aufenthaltsqualität. Außerdem achten die Verantwortlichen auf ein ausgewogenes Angebot internationaler und regionaler Marken.

Strategisches Ziel ist der Wandel von reiner Versorgergastronomie zur Erlebnisgastronomie am Flughafen. Denn die Gastronomie, mit einem Jahresumsatz von 75 Mio. € (davon 11 Mio. € Mieteinnahmen) gilt als Imagetreiber für den Einzelhandel. Wer sich hier wohl fühlt, der gibt hinterher auch mehr Geld beim Shoppen aus.

http://www.fraport.de/


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