Global Food Business

8 Trendbotschaften für Foodies

Im Juni ging in New York City der 53. World Food Business Summit über die Bühne. Der renommierte Event versammelte mehr als 650 führende Player des Food- und Consumer-Business aus 40 Ländern der Welt, darunter Namen wie Indra Nooyi (PepsiCo Chairman & CEO), Lee Scott (Wal-Mart Chairman of the Executive Committee), Steven Burd (Safeway Chairman, Präsident & CEO) und viele mehr. Das Gipfeltreffen widmete sich der Suche nach den Zutaten für Erfolg in turbulenten Zeiten – wenngleich aus dem Blickwinkel des LEH, sind die Ergebnisthesen der Veranstaltung auch für Foodservice-Akteure bekömmliches ‚Food for Thought’: 1. Recovery is Coming, but the Landscape Has Changed (Die Food-Industrie war und ist von der Krise vergleichsweise wenig betroffen – die Nahrungsaufnahme kann nicht vertagt werden wie ein Möbelkauf! Der Abschwung hat in der Branche manche durchaus nützliche Selbstreinigungseffekte initiiert - aber auch verschleiert, dass Phänomene wie die Preisexplosion bei Lebensmitteln makro-ökonomische Langzeittrends sind, die wieder auf die Agenda zurückkehren werden. Die Wahrscheinlichkeit von Protektionismus und staatlichen Interventionen bleibt hoch) 2. New Rules: The Crisis Has Changed Consumer Behaviour (Das Ausgabeverhalten hat sich drastisch verändert. Einschränkung heißt das neue Mantra, das Zeitalter der Sparsamkeit hat begonnen. Konzentration auf Core-Produkte ist die Konsequenz im LEH. Wer den Verbraucher erreichen will, muss heute dreidimensional kommunizieren: via TV, PC und Handy.) 3. Healthy Customers Mean Healthy Business (Nie waren die Konsumenten an gesunder Ernährung mehr interessiert als heute. Doch brauchen mündige Verbraucher eine Ampel-Kennzeichnung? Wie weit die Aufklärungs- bzw. Auszeichnungspflicht der Hersteller und Retailer zu gehen hat, ist strittig und kaum interessenneutral zu beantworten.) 4. Consumers Want Solutions not Prices (Angesichts belasteter Haushaltsbudgets seien Preissenkungen allein nicht das probate Mittel. Stattdessen: Rezepte, Warenkunde, Promotions mit Lerneffekt à la ‚Love your Leftovers’, um Verbrauchern den Weg zurück an den Herd zu ebnen. Von der Krise profitiert in Sachen Share of Stomach tendenziell der LEH, der den Trend zum Selber Kochen entsprechend fördert.) 5. Food Safety Needs a Common Set of Rules (Dem Thema Lebensmittelsicherheit wird höchste Priorität eingeräumt. Dringend erforderlich: die internationale Harmonisierung der Sicherheitsstandards.) 6. Motivate Your Way out of Recession (Wie man in der Krise am besten besteht? Eine Frage der Einstellung! Zuversicht verbreiten, statt die Mitarbeiter zu verunsichern. Jedes Krisen-Survival-Kit sollte eine gute Dosis Sinn für Humor beinhalten. Denn Humor ist respektlos und fürchtet sich nicht vor Heiligen Kühen – die wichtigste Voraussetzung für Innovation, so Pierre-Olivier Beckers von Delhaize. Und Kreativität gepaart mit Zuversicht bringt uns schon zur Hälfte über den Berg…) 7. Sustainability Is the only Way forward (Bekenntnis zur gemeinsamen Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft. Kapitalismus im Wandel, Engagement als Pflicht – das Zeitalter der Connectivity beginnt.) 8. The Need for Innovation (Wer sich nicht verändert, den wird die Krise abstrafen. Es wäre falsch, im Abschwung bei der Produktentwicklung den Rotstift anzusetzen. Im Gegenteil: Der Konsument honoriert rezessions-äquivalente Produkte.) Die Teilnehmer des World Food Summit repräsentierten einen gemeinsamen Umsatz, der 3,5 % des globalen GDP entspricht. Hinter dem Event steht das Consumer Goods Forum mit Sitz in Paris – entstanden aus den Hersteller- und Händlerorganisationen CIES (The Food Business Forum) und GCI (Global Commerce Initiative) sowie dem Global CEO Forum. www.ciesnet.com Redaktion food-service Indra Nooyi, Lee Scott, Steven Burd, Pierre-Olivier Beckers, World Food Summit, Consumer Goods Forum, CIES, GCI


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