EU-Initiative

90 Mio. EUR für Schulobstprogramme

Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, in der Europäischen Union ein Schulobstprogramm einzuführen und hierfür jährlich 90 Mio. EUR bereitzustellen. Diese Mittel sollen für den Ankauf von frischem Obst und Gemüse und dessen Verteilung an Schulen verwendet werden, ergänzt durch Mittel der am EU-Schulobstprogramm teilnehmenden Mitgliedstaaten. Ein Schulobstprogramm soll dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche sich bereits in einem frühen Alter gesunde Essgewohnheiten aneignen. Die Inhalte des Kommissionsbeschlusses stellte Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel nach der entscheidenden Sitzung der Kommission zusammen mit Vertretern der „5 am Tag-Kampagne“ in der Falkenhausenschule in Kehl der Öffentlichkeit vor. Die Entscheidung der EU-Kommission muss im nächsten Schritt noch die Zustimmung der Mitgliedstaaten bekommen – in den Augen der EU-Kommissarin sollte das jedoch kein Hindernis darstellen. „Aktuelle Zahlen über Fehlernährung sind alarmierend. Schulobstprogramme sollen helfen, Kindern Obst und Gemüse schmackhaft zu machen. Unser Vorschlag zeigt, dass wir entschlossen sind, konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung der Fettleibigkeit zu ergreifen“, so Fischer Boel weiter. Die „5 am Tag-Kampagne“, die sich in Deutschland für die Einführung eines Schulfruchtprogramms stark macht, hat bereits Konzepte für ein entsprechendes deutsches Programm ausgearbeitet: Neben Obst sollte auch Gemüse verteilt werden, so dass die Kinder eine möglichst große Bandbreite von Produkten kennen lernen. Über begleitende Unterrichtseinheiten sollen die Schülerinnen und Schüler mehr über Obst und Gemüse im Kontext einer ausgewogenen Ernährung erfahren.


stats