Care

Ab 2009 Schulnoten für Seniorenheime

Pflegeheime werden vom nächsten Jahr an mit Schulnoten bewertet. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können sich dann einfach und schnell informieren, ob ein bestimmtes Heim „sehr gut“ ist und die Note eins verdient hat, oder eine Fünf bekommen hat. Auch die Qualität der Verpflegung fließt in die Gesamtnote ein. Auf diese Kennzeichnung haben sich die Heimträger und der Spitzenverband der Krankenkassen geeinigt, wie Verbandssprecher Florian Lanz bestätigte. Nach langen Verhandlungen verständigten sich die Partner auf Schulnoten als „transparentes und alltagsverständliches“ System. Für die leicht verständliche Kurzinformation, die mit der Pflegereform vorgeschrieben wurde, waren zunächst auch andere Möglichkeiten wie Ampelfarben oder Sterne ähnlich wie bei der Einstufung von Hotels im Gespräch. Die 10.400 Heime in Deutschland mit insgesamt 677.000 Bewohnern werden künftig jährlich unangemeldet nach insgesamt 82 Einzelkriterien geprüft. Die Prüfkriterien gehen in mehreren Bereichen auch intensiv auf die Qualität der Ernährung und Flüssigkeitsversorgung ein. Der MDK bewertet u.a. die Wahlmöglichkeiten beim Essen, bedarfsgerechte Speisenangebote bei Kau- und Schluckstörungen sowie Demenz, Wunschkost, Diäten bei Bedarf sowie die Regelungen zur Vermeidung von Mangelernährung und Dehydratation. Aus den 82 Einzelkriterien errechnet sich die Gesamtnote, die auch im Heim selbst gut sichtbar ausgehängt wird. Zudem wird zukünftig noch eine Durchschnittsnote für alle Heime eines Bundeslandes ermittelt, um den einzelnen Wert besser vergleichen zu können. Bis Ende 2010 müssen die Medizinischen Dienste alle ambulanten und stationären Einrichtungen einmal prüfen, danach ist eine jährliche Kontrolle vorgesehen. www.mds-ev.de Redaktion gv-praxis Pflegeheime, Bund der Krankenkassen, Verpflegung von Senioren, MDK


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