Truppenküchen

Abrüsten auf Küchenebene

Die Bundeswehr verfügt über mehr als 400 Truppenküchen, deren Systeme und Produktionsabläufe jetzt auf den Prüfstand kommen. Zwischen 600 und 900 Millionen Euro werden allein benötigt, um die Küchen "auf Stand zu bringen". Viel Geld in Zeiten knapper Budgets. Die Ziele lauten - rund 70 % Einsparpotenzial bei mind. gleicher Qualität - Konzentration der Bundeswehr auf ihre Kernaufgaben - Abbau des Investitionsstaus/ Senkung der Betriebskosten Der Auftrag des Bundesverteidigungsministers an die eigene Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb mbH (GEBB) zur Durchführung eines Pilotprojektes Verpflegung lautet deshalb, Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Bei über 28 Millionen tatsächlichen "Beköstigungstagen" pro Jahr - das entspricht etwa 132.000 Verpflegungsteilnehmern pro Tag - könnten sich durchaus interessante und lohnende Ansätze bieten. Die Erprobung und Validierung von Rationalisierungspotenzialen soll am konkreten Beispiel von 15 Truppenküchen im süddeutschen Raum in Zusammenarbeit mit einem externen Partner stattfinden, das eigene optimierte Konzept gleichzeitig an anderen Standorten getestet werden. Die GEBB hat den Auftrag zur europaweiten Ausschreibung der Leistung für 15 ausgewählte Truppenküchen in Süddeutschland als Pilotprojekt erhalten. Bis Ende 2003 ist geplant, für das sogenannte Industriemodell im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) einen Vertragspartner zu verpflichten.



stats