Fundus-Gruppe

Adlon des Westens geplant

Die Fundus Fonds-Verwaltungen GmbH, Köln, will am Berliner Kurfürstendamm ein zweites Adlon bauen. Die Unternehmensgruppe von Anno August Jagdfeld hat zum Preis von 162 Mio. DM den Zuschlag für das Haus Cumberland am Ku'damm erhalten. Dies entschied die Oberfinanzdirektion zusammen mit den Vertretern der Berliner Finanz-, Bau- und Wirtschaftsverwaltungen. Der Berliner Senat muss dem Beschluss über das Haus Cumberland, das zu gleichen teilen dem Bund und dem Land Berlin gehört, noch zustimmen. Der unterlegene Mitbewerber war die Trigon-Unternehmensgruppe.

Damit findet die wechselvolle Geschichte des unter Denkmalschutz stehenden Hauses, des letzten beinahe vollständig erhaltenen Berliner Grandhotels aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, sein vorläufiges Ende. Die Fundus-Gruppe will das 1911 erbaute Haus - momentan Sitz der Oberfinanzdirektion -, zu einem Fünf-Sterne-Hotel nach dem Vorbild des Hotels Adlon ausbauen und Geschäfte wie im Quartier 206 in der Friedrichstraße ansiedeln. Unter dem Projekttitel "Adlon des Westens" soll ein 400-Zimmer-Haus entstehen, für das Kempinski als Betreiber vorgesehen ist. "Der Kurfürstendamm gehört wieder zu den aufstrebenden Meilen in Berlin, die unser geplantes Hotel zusätzlich beleben wird ", so Prof. Ottmar Braun, Generalbevollmächtigter der Fundus-Gruppe.

Zusätzlich zum Kaufpreis wird die Fondsgesellschaft voraussichtlich etwa 350 Mio. DM in den Ausbau investieren, teilte Braun mit. Die Finanzierung soll über einen geschlossenen Immobilienfonds sichergestellt werden. Nach dem Auszug der Oberfinanzdirektion Ende nächsten Jahres, rechnet Braun mit der Eröffnung des neuen europäischen Luxushotels etwa Anfang 2004. (AC)

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