USA

Ahold veräußert eventuell Foodservice-Engagement

Die Ahold NV, Holland, plant angeblich, ihre Tochergesellschaft U.S. Foodservice oder Teile davon zu veräußern. Mehrere privaten Investitionsgesellschaften sollen bereits Interesse signalisiert haben, so berichtet die Financial Times. Nachdem der Konzern im Februar wegen Fehlbuchungen mit der amerikanischen Tochter ins Zwielicht geraten war, wolle man nun das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen. U.S. Foodservice ist nach Sysco die Nummer 2 unter den nordamerikanischen Foodservice-Distributoren, sprich Zulieferer von Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Noch ohne Bereinigung der Fehlbuchungen stand U.S. Foodservice im Geschäftsjahr 2002 für 17,5 Mrd. US-Dollar Umsatz (-1,1 %) bei 93 Distributionszentren. Ein Blick auf die Top 10 der gastronomischen Zulieferer in USA: Es führt Sysco mit knapp 25 Mrd. $ Jahresvolumen. Dahinter verbirgt sich eine einzigartige, aber knallharte Unternehmenskarriere. Syscos Anteil am 173 Mrd. $ schweren Zulieferermarkt beträgt 13 %. Will heißen, gemessen am Konzentrationsgrad in vielen anderen Branchen noch reichlich Raum für Wachstum. Das Unternehmen zählt 400.000 Kunden, es arbeitet mit mehr als 8.000 Außendienstlern. Seine Methoden, das Geld für gelieferte Leistungen einzutreiben, sind berühmt-berüchtigt. Im Programm über 300.000 Produkte, von jungen Karotten bis Haarnetzen. Laut Marktforschung gibt's in den USA insgesamt 2.850 sogenannte Broadline- or Soup to Soap-Distributoren im Außer-Haus-Markt, ergänzt durch 25.000 Spezialisten.




stats