Deutscher Tafeltag

Aktionstag setzt Zeichen gegen Armut

Am Samstag, dem 04. Oktober begehen die Tafeln zum zweiten Mal den Deutschen Tafeltag. Bundesweit laden viele der rund 800 lokalen Tafeln Bürgerinnen und Bürger ihrer Städte und Gemeinden zu den unterschiedlichsten Aktionen an öffentlichen Plätzen oder in ihren Räumlichkeiten ein. „Seit 15 Jahren engagieren sich die Tafeln in einem Ausmaß für Bedürftige, das seinesgleichen sucht. Sie handeln, wo andere noch verhandeln“, sagt Gerd Häuser, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. Am Deutsche Tafeltag wollen die Tafeln daher in allen Bundesländern unter anderem mit Benefizaktionen, aber auch mit sogenannten „Langen Tafeln“ und öffentlichen Gesprächsrunden ganz besonders darauf aufmerksam machen, dass in einem wohlhabenden Land wie Deutschland Millionen Menschen arm oder von Armut bedroht sind. Der landesweite Aktionstag der Tafeln wird dabei ein Schlaglicht auf das bürgerschaftliche Engagement von zehntausenden ehrenamtlichen Helfern sowie das von Unternehmern und Spendern werfen. Indem sie Lebensmittel, ihr Wissen, Sachmittel, Zeit oder aber Geld spenden, machen sie die soziale Leistung der Tafeln überhaupt erst möglich. In den vergangenen drei Jahren hat sich die Zahl der Menschen, die regelmäßig von den Tafeln unterstützt werden, von 500.000 im Jahr 2005 auf heute nahezu eine Million verdoppelt. Etwa ein Viertel der Tafel-Kunden sind Kinder und Jugendliche. In etlichen Städten liegt ihr Anteil weit darüber. „Die Tafeln springen hier immer häufiger in die Bresche. Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht“, so Gerd Häuser. Der Deutsche Tafeltag findet seit 2007 jährlich im Herbst kurz vor dem Erntedankfest statt. www.tafel.de Redaktion gv-praxis Bundesverband Deutsche Tafel, Deutscher Tafeltag, Bedürftige, Spender, Armut


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