Hamburg

Ali Güngörmüs soll Le Canard zum Fliegen bringen

Ali Güngörmüs, zuletzt Küchenchef im Münchner Restaurant Lenbach, hat die Nachfolge von Sternekoch Josef Viehhauser im Gourmet-Restaurant Le Canard in Hamburg angetreten. Güngörmüs, 2003 vom Gault Millau zur "Entdeckung des Jahres" gekürt, hat die Verhandlungen mit dem Hamburger Star-Architekten und Immobilieneigner Meinhard von Gerken erfolgreich abgeschlossen und ist von der Isar an die Elbe gezogen.



Der 28-jährige Türke hat seine Ausbildung im Münchner Rosengarten absolviert. Danach machte er im ebenfalls gutbürgerlich-bayerischen Herrgottseck Station. Güngörmüs wechselte zu Karl Ederer ins Glockenbach und dann im Zweijahresrhythmus zunächst ins Tantris zu Hans Haas, anschließend in die Schweizer Stuben zu Fritz Schilling nach Wertheim, danach als Souschef zu Käfer, um schließlich als Küchenchef zu Karl Ederer in sein neues Bistro Ederer zurückzukehren. Hier kreierte er seinen legendären „Döner de Luxe“, der ihn berühmt machte, mit Kalbsrücken, Gänseleber, Trüffel, Salat, Kräutern und einer Paprika-, Tomaten-, Gurken-Minze-Sauce. Mit diesem Dauerrenner wechselte Güngörmüs schließlich als Küchenchef ins Lenbach und setzte dort Gerichte auf die Karte, die es nur bei ihm gab. Als Belohnung erhält er 16 Gault Millau-Punkte.



Im Le Canard will der türkische Bayer zwar seinen Döner nicht mehr servieren, dafür hat er Kreationen wie eine Bärlauchcremesuppe mit Spargel, einen Gänsestopfleberguglhupf mit confiertem Rhabarber und Brioche oder Rinderfilet mit Ochsenschwanz im Brickteig mit nach Hamburg gebracht. Nach dem Motto „Große Küche zu kleinen Preisen“ bietet Ali Güngörmüs im Le Canard ein täglich wechselndes Drei-Gänge-Mittagsmenü für 19 Euro an, abends gibt es zehn Gänge für 90 Euro, sieben für 77 Euro oder fünf Gänge für 60 Euro.

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