Seelachs

Als erster deutscher Fisch mit MSC-Siegel

Erstmalig hat der Marine Stewardship Council (MSC) eine heimische Fischerei mit dem MSC-Siegel für nachhaltigen Fischfang ausgezeichnet. So ist ab sofort der Seelachs-Fang der Kutterfisch-Zentrale in Cuxhaven mit dem blau-weißen Siegel im deutschen Einzelhandel erhältlich. Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Seelachsbestand und dem Lebensraum Nordsee zeichnet die Flotte der Kutterfischer besonders aus. Seelachs zählt zu den beliebtesten Fischarten in Deutschland. Um Seelachs für kommende Generationen zu erhalten, ist eine schonende Nutzung des Bestandes unerlässlich. Dies gewährleisten die Kutterfischer aus Cuxhaven, indem sie ausschließlich mit großmaschigen Netzen arbeiten. Jungfische können durch die Lücken im Geflecht entschlüpfen, wachsen, sich fortpflanzen, und sorgen so dafür, dass immer ausreichend Nachwuchs vorhanden ist. Seelachs zählt zu den Schwarmfischen, der nicht mit anderen Arten schwimmt, so dass selten ungewollter Fisch - der sogenannte Beifang - in den Netzen landet. Die Kutterfischer ziehen ihre Netze ausschließlich über steinigen Untergrund, der wenig empfindlich ist. Sie verwenden leichte Netze mit Rollengeschirr statt Eisenketten. Die Auswirkungen des Fangbetriebes auf den Meeresboden sind damit gering. Das leichte Fanggeschirr sorgt zusätzlich für einen niedrigeren Dieselverbrauch. Das MSC-Siegel wird ausschließlich an Fangbetriebe vergeben, die eine unabhängige wissenschaftliche Bewertung bestehen. Der Marine Stewardship Council (MSC) selbst ist eine internationale gemeinnützige Einrichtung, die 1997 gegründet wurde, um eine Lösung für das globale Problem der Überfischung zu bieten. Die Organisation verwaltet das einzig anerkannte ökologische Zertifizierungs- und Kennzeichnungsprogramm für Fischereibetriebe. Insgesamt nehmen über 120 Fischereibetriebe am MSC-Programm teil. www.msc.org Redaktion gv-praxis MSC, Marine Stewardship Council, Kutterfisch-Zentrale, Seelachs, Nordsee, Überfischung


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