Kita Frankfurt

Apetito erhält Zuschlag für 108 Standorte

Nach zweijährigem europaweitem Ausschreibungsverfahren durch den Magistrat der Stadt Frankfurt ist jetzt die Entscheidung für die Mittagsverpflegung in 108 Kinderzentren der Kita Frankfurt gefallen. Zum Jahreswechsel startet Apetito aus Rheine die Belieferung der städtischen Einrichtungen. Insgesamt hatten sieben Bewerber für das Auftragsvolumen von 5 Mio. Euro geboten. Die Laufzeit beträgt vier Jahre.
 
Zum Jahresende 2013 läuft der Vertrag mit Sodexo in Rüsselsheim aus, der 2004 nach Schließung der städtischen Küchenbetriebe geschlossen worden war. Bereits in den vergangenen Jahren waren einige Schulen und Kitas ausgestiegen und hatten sich eigene Caterer gesucht. Deshalb stehen 22 der insgesamt 140 Frankfurter Kitas weiterhin mit anderen Lieferanten unter Vertrag. In weiteren zehn reinen Kinderkrippen wird laut Monika Berkenfeld, Leiterin der städtischen Kitas jeweils selbst gekocht.
 
„Alle Anbieter mussten einen Anteil der regionalen sowie saisonalen Produkte auf dem Speiseplan von 25 Prozent sicherstellen, der Anteil an Öko-Lebensmitteln, insbesondere bei Salat, Gemüse, Obst und Sättigungsbeilagen sollte bei mindestens zehn Prozent liegen“,  umreißt Sarah Sorge, grüne Bildungsdezernentin in Frankfurt, das Anforderungsprofil der Ausschreibung. Um auch kleineren, mittelständischen Unternehmen eine Chance zu geben, wurde die Ausschreibung in neun unterschiedlich umfangreiche Lose aufgeteilt. Dennoch waren „die meisten der sieben Bewerber große Caterer“, räumt die städtische Kita-Leiterin Berkenfeld ein. Bei der Entscheidungsfindung schlugen die Produktqualität mit 50 Prozent und die Serviceleistung mit 15 Prozent zu Buche, das Qualitätsmanagement mit fünf und der Preis mit 30 Prozent. Dabei wurden drei Euro als obere Preisgrenze festgelegt.
 
Nach dem Zuschlag der Stadt wird Apetito nun täglich – d.h. an mehr als 200 Tagen –  rund 8.500 Mittagessen aus dem etwa 320 km entfernten Rheine in die Bankenstadt liefern. Die in der Ausschreibung geforderte Regionalität wird damit erfüllt, dass die Landwirte im Münsterland nördlich von Dortmund die Lieferaufträge erhalten. Die Frischware, wie Salate oder Obst, muss dagegen aus Frankfurt und Umgebung kommen.
 
www.apetito.de

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