Februar 2010

Arbeitslosenzahl nur leicht gestiegen

Wie die Bundesagentur für Arbeit heute bekannt gab, ist die Zahl der Erwerbslosen im Februar nur um 26.000 auf 3.643.000 gestiegen. Damit waren 91.000 mehr Menschen ohne Job als vor einem Jahr, die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent (Februar 09: 8,5 Prozent). Dem gegenüber stehen nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 39,8 Mio. erwerbstätige Menschen in Deutschland (Januar 2010) - 154.000 oder 0,4 % weniger als vor einem Jahr (Januar ’09), aber .

Damit entwickelte sich die Situation am Arbeitsmarkt besser als erwartet. Experten hatten wegen des strengen Winters einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um etwa 100.000 prognostiziert. „Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bleiben auch im Februar moderat“, sagte Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit. „Die Arbeitslosigkeit ist lediglich im jahreszeitlich üblichen Umfang gestiegen und die Kräftenachfrage zeigt sich stabil.“ Die Beschäftigung habe in den vergangenen Monaten saisonbereinigt sogar wieder zugenommen.

Entlastet wurde der Arbeitsmarkt weiter durch eine hohe, insgesamt aber weiter sinkende Zahl von Kurzarbeitern. Obwohl die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland durch die Wirtschaftskrise bislang deutlich weniger gestiegen ist als befürchtet, sind die Deutschen nach wie vor verunsichert. So war zuletzt der GfK-Konsumklimaindex zum fünften Mal in Folge gesunken. Als einer der Hauptgründe wurde dabei die Angst der Bürger vor dem Verlust ihres Jobs genannt.

Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg der durchschnittlichen Arbeitslosenzahl auf 3,7 Mio.
 
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