Astor Film Lounge

Auf Expansionskurs

Kurz vor Weihnachten 2012 eröffnete mit siebenwöchiger Verspätung die Astor Film Lounge in Frankfurt am Main. Damit hat Gründer Hans-Joachim Flebbe nunmehr vier Premium-Kinos in Deutschland am Start und fährt weiter auf Wachstumskurs. 230.000 Zuschauer besuchten 2012 die bis dahin drei Häuser mit gut 900 Plätzen, 2013 soll die Frequenz mit vier Edel-Kinos auf 370.000 bis 400.000 gesteigert werden. „Insgesamt erwirtschaftet unsere kleine Kette Gewinn“, lässt Markus Raab verlauten, Leiter Gastronomie und Einkauf der Flebbe Kino Holding. Damit liegt man im Trend, denn 2012 geht für die deutsche Kinobranche als bestes Kinojahr aller Zeiten in die Annalen ein – Umsatzmilliarde gesprengt.


Seit 2008 fährt Kino-Profi Hans-Joachim Flebbe mit seinen kleinen Premium-Film-Theatern, für die er zusammen mit Luxemburger Investoren die Premium Entertainment Gesellschaft, Hamburg, gründete, einen völlig anderen Kurs als in den 90er Jahren. Damals etablierte unter seiner Führung die Kinokette Cinemaxx das Multiplex-Konzept.
Heute locken die Astor Filmtheater in Berlin, Köln, München und Frankfurt jene Klientel, die weder Nachos noch Popcorn sucht, sondern das gehobenere Niveau.

Am 19. Dezember 2012 eröffnete das Frankfurter Premium-Filmtheater mit baulich bedingter Verspätung. “Etwa 2 Mio. € wurden investiert, um aus den 360 Plätzen des alten IMax-Kinos eine komfortable 200-Plätze-Atmosphäre (1 Saal, 3 Vorstellungen/Tag) zu schaffen”, erklärt Markus Raab. Bisheriger Erfahrungswert: 350 Besucher/Tag, von denen jeder 17 € für Eintritt plus ca. 10 € fürs F&B-Angebot (mit Pause) ausgibt, 7 € ohne Pause. Eine Besonderheit bietet die Bar, die dank Dachterrasse und Außenplätzen auch attraktiv fürs Nicht-kino-Publikum ist (ÖZ 10-23 h).

Gehoben präsentiert sich auch das Food-Programm mit einem Preisband von 5 bis 12,50 €. An allen Standorten identisch: Käseplatte, Mediterrane Platte, Antipasti Platte, Weinbegleiter, Lachswraps und Gemüsesticks. Regionale Besonderheiten: Buletten in Berlin, Halver Hahn und Kölsche Klüngel in Köln. Renner in allen Kinos sind mit ca. 20 % der verkauften Speisen die Gemüsesticks. Ebenfalls super: Weinbegleiter, mit 5 € günstigste Offerte, und Antipasti Platte.

Neben dem alkoholfreien Getränke-Programm offerieren die Astor-Bars eine breite Range qualitativ hochwertiger Flaschenweine von 16,50 bis 215 € und Champagner von 46 € - 280 €. Die Weinkarte bietet neben einem allgemeinen Teil für alle Astor-Standorte (z.B. Coppola-Weine), allerorts eine regional-typische Auswahl, z.B. in Frankfurt einige Rheingau-Rieslinge.

Für den kleinen Hunger gibt es Cookies, schokolierte Nüsse, Premium-Riegel und ein hochwertiges Eis-Angebot. Außerdem: Kuchen und Torten sowie abends Dessertvariationen und frischen Obstsalat.

In jeder Astor Lounge gibt es einen Doorman (in Berlin sogar Valet-Parking), eine Garderobe, eine Bar und im Eintrittspreis enthaltene Begrüßungscocktails. Für perfekten Service am Platz flitzen Kellner zwischen Bar und Kinosaal hin und her. Anstatt der üblichen Popcorn-Palette bieten sechs bis sieben Häppchenteller für jeden Geschmack das Passende. “Für komfortable Abstellmöglichkeiten von Getränken & Food ist ebenfalls gesorgt: auf Tischchen mit Weinkühlern zwischen bequemen Ledersesseln mit verstellbaren Rücklehnen – Liegeposition möglich. Auch Füße hoch legen ist erlaubt - per (ausfahrbarer) Fußhocker ”, erklärt Markus Raab. 12 bis 17 Mitarbeiter gewährleisten je nach Standort den besonderen Service der Edel-Kinos, den vor allem die ältere und finanziell gut ausgestattete Zielgruppe zu schätzen weiß.

Während das Film- und F&B-Angebot in den vier Premium-Kinos nahezu identisch ist, tritt in punkto Architektur und Interieur jeder Standort anders auf: Berlin (Eröffnung 2008) und Köln (2012) in aufwändig restaurierten, historischen Lichtspielhäusern, München (2010) im traditionsreichen Hotel Bayerischer Hof und Frankfurt im ehemals doppelt so platzstarken IMax-Kino des Shoppingcenters Zeilgalerie.

Drei weitere Premium-Standorte sind für 2013 anvisiert. Zur Zeit laufen Bemühungen um ein Kino in München, (Umbaukosten ca. 2 Mio. €) und ein weiteres in Frankfurt. Im Frühherbst 2013 soll der traditionsreiche Berliner Zoo-Palast eröffnen, Investitionen ca. 4,5 Mio. € – eine Kombination aus Premium- und Multiplex-Kino.

www.astor-filmlounge.de



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