Chiquita FruitBar

Auf Expansionspfaden

Für 98 % Markenbekanntheit steht Chiquita in Deutschland, wenn es um die Banane geht. Weltweit steht die gelbblaue Brand, die seit 1899 existiert, für absolute Fruchtkompetenz. Die Erfolge im Handelssegment versucht man seit gut zwei Jahren nun auch aufs gastronomische Terrain zu transferieren. Den Schritt in den Außer-Haus-Markt wagte man Ende 2005 mit der ersten Chiquita FruitBar am Hamburger Rathausmarkt. „Aktuell betreiben wir 6 Stores in Deutschland – alle in Eigenregie – und planen konkret den Schritt zur Franchisevergabe“, erklärt Operations-Manager Richard Lanczmann, der gemeinsam mit Hans Liekens (Out-Of-Home-Business Development Director) den Gastronomie-Bereich mit dem fruchtstarken Konzept erobern will. 5-8 Standorte sollen 2008 hinzukommen; wenn geeignete Franchisees gefunden werden, könnten es sogar mehr werden. Parallel dazu hat man den belgischen, niederländischen und dänischen Markt fest im Visier – via Franchise, nicht Eigenregie. Und über einen Master-Franchisenehmer ist aktuell der Schritt gen Middle East in greifbare Nähe gerückt – 250 Outlets sollen ans Netz gehen. Doch dazu wollen Liekens und Lanczmann erst dann ins Detail gehen, wenn die Verträge unter Dach und Fach sind. Drei Formate machen das FruitBar-Konzept aus:
  1. Classic (15-30 qm) für Citylagen
  2. Kiosk (6-15 qm) für Shopping-Center, Verkehrsstandorte etc.
  3. Mini Bar (2 qm) als Satelliten-Lösung für Standorte, die einen 2. Store in der Nähe vertragen.
So sind zum Beispiel für den Münchner Hauptbahnhof und den Düsseldorfer Flughafen Satelliten-Stores als Ergänzung der bestehenden Betriebe geplant. Im Schnitt 600-700 Kunden frequentieren einen Store pro Tag. In guten Lagen wie dem Berliner Kurfürstendamm oder dem Hamburger Rathausmarkt sind es durchaus mehr. Etwa EUR 3-4 beträgt der Durchschnittsbon – als Take-out-Ware oder Stehverzehr. Der Frauenanteil liegt sicherlich bei 60 % der Kunden, so Lanczmanns Schätzung. Das Produktrepertoire umfasst alles, was frisch und fruchtig ist. Mehr noch: Man hat sich die Maxime auferlegt, ein Ultra-Frische-Anbieter zu sein. Etwa zehn ’Pure Fruit-Säfte’, die es in drei Größen gibt, bilden das Herzstück des Repertoires, das in jeder FruitBar auf einem großen gelben Menu-Board zu lesen ist. Renner sind frisch gepresste Säfte – ohne Zucker, Konservierungs- und Farbstoffe auf Bestellung aus 1-4 Fruchtzutaten zubereitet. „Saftkrüge sind bei uns tabu, der Gast wartet auf den Saft, nicht umgekehrt.“ Als Newcomer und voll im Trend gilt derzeit die Kreation Cranberry Vitamin Power, eine Mischung aus Cranberry mit Mano, Orange und Honig. Parallel dürfen die Klassiker und Mengenmacher wie Ananas-Mango-Orange, Banane-Kiwi-Orange oder Apfel- bzw. Orange-Karotte natürlich nicht fehlen. Ergänzt wird das Schlüsselprodukt Saft von diversen Power Juices mit Zusätzen wie Blütenpollen, Spirulina und Co., von convenient geschnittenen, frischen Fruchtmischungen/-salaten, Joghurt-/Milchshakes, (Eis-)Smoothies, Granola- & Müsli-Kompositionen, Joghurt-Mischungen und pikanten Salaten. Sandwiches gibt es nur an einigen Standorten. Generell ist hier eine neue Range vegetarisch belegter Vollkorn-Sandwiches in Planung. Für sämtliche Fruchtprodukte gilt: á la minute-Zubereitung. Ausnahme: Panini und Müsli., die morgens vorbereitet und gekühlt präsentiert werden. Das Preisband reicht von EUR 2,70 für 250 ml Frischgepressten Saft, über EUR 4,- für 500 ml oder EUR 2,50 - 3,90 für frisch geschnittenes Obst. Die ÖZ variieren je nach Standort von 7 bzw. 9 bis 20 bzw. 22 h. www.chiquita.com


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