Cha Cha/LFS-Insolvenz

Auffanggesellschaft gegründet, FFM geschlossen

Nächster Akt bei der ins Trudeln geratenen Asian Fast Casual-Kette Cha Cha: Der Frankfurter Betrieb wurde vergangenes Wochenende vom Netz genommen. Für die verbleibenden Assets, darunter auch die 51-%-Beteiligung am Berliner Lizenzbetrieb, wurde eine Auffanggesellschaft gegründet - so die Info aus Hamburg, dem Sitz der insolventen Cha Cha-Muttergesellschaft Life Food Systems. Das Düsseldorfer Outlet, seit Anfang der Woche ebenfalls geschlossen, werde binnen weniger Tage wieder laufen, versichert Werner Köpper, der bisherige LFS-Vorstand.
Abgesehen von Frankfurt hätten alle Cha Chas - Eigenregiebetriebe in Essen, Düsseldorf und Hamburg (2); zwei nicht von der Insolvenz betroffene Lizenzbetriebe in Berlin und der Schweiz - operativ schwarze Zahlen geschrieben. Ziel sei, die verbleibenden Outlets weiterzuführen.

Ursächlich für die Zahlungsunfähigkeit waren demnach ausschließlich Probleme im Ende 2008 eröffneten Frankfurter Outlet. Es ging um die Übernahme von Kosten in Millionenhöhe für die Gebäudetechnik. Auch seien aufgrund von Leerständen im Gebäudekomplex (Westend-Carrée) die Frequenzen in dem 500 qm-Betrieb unter den Erwartungen geblieben.

Das im Juni eingeleitete Insolvenzplanverfahren für die Muttergesellschaft Life Food Systems sei bereits abgeschlossen, heißt es weiter. Ein Investor bzw. Käufer stehe bereit – Namen will Köpper jedoch noch nicht nennen. Übrigens: Die Cha Cha-Markenrechte liegen bei einer eigenen Gesellschaft in der Schweiz.

www.eatchacha.com,
www.lfsag.com

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