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Aus für Aroma-Coffeeshops/Cup&Cino

Kein strategischer Pfad mehr. Das war die Begründung Anfang 2002, als die McDonald’s Corporation in Großbritannien die erworbenen Aroma-Coffeeshops an den Wettbewerb weiter verkauft hat. Etwas anders sieht das Ende der betriebe in der Schweiz aus. Die Marke Aroma soll erhalten bleiben. So wird es ab März ’03 in allen McDonald’s-Filialen (über 140) Aroma-Kaffee als Sub-Brand geben. Aroma Guatemala und Espresso Furioso werden durch Kaffeespezialitäten ergänzt. Ähnlich wie im deutschen Markt vor exakt einem Jahr geschehen, bedarf es dazu der Installation neuer Kaffeemaschinentechnik in sämtlichen Stores. Mit zur Strategie gehört ein neues Preisniveau. Der McD-Kunde zahlt für Café Crème dann CHF 2,70, vormals 1,90. Caramel Macchiato wird 4,20 CHF kosten (300 ml). Voraus ging ein dreimonatiger Test in 14 Restaurants im Großraum Zürich/Lugano. Die Company spricht von einer äußerst positiven Reaktion, der Kaffeeumsatz habe sich an diversen Stellen verdoppelt. Unterm Strich eine elegante Lösung für die Marke Aroma, verdeckt sie doch den Misserfolg des Konzepts in der Schweiz. An dem früheren Kaffeebar-Standort von Aroma in Bern zog Ende Dezember bereits Cup&Cino Coffee House ein. Für das deutsche Konzept ist es der erste Standort in der Schweiz. Generallizenznehmer: die Nelson Inns AG (14 Pubs usw.). Das Konzept ist tagsüber Kaffeebar und abends Cocktail Bar. Es ändert dabei Sortiment und Atmosphäre. Der Gast bekommt vom Frühstück über Pizzas bis Dannemann-Zigarren, Whisky und Cocktails alles, was sein Herz begehrt. Essen, Weine und Kaffeekultur sind italienisch geprägt, die meisten Produkte bezieht man aktuell vom Franchisegeber in Deutschland. 100 qm Fläche (ohne Lagerräume), 100.000 CHF Investitionen - hoch gerechnet rund 1 Mio. CHF Jahresumsatz. So Stand und Auskunft nach ein paar Wochen. Bei der weiteren Expansion ist vor allem an Sub-Franchisenehmer gedacht, so AG-Geschäftsführer Philip Anandaraj.




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