Whitbread

Ausbildungsplatzabgabe - Entlassungen?

Die jetzt per Gesetzentwurf beschlossene Ausbildungsplatzabgabe bedeutet für das Unternehmen nicht nur finanzielle Restriktionen, sondern bedroht auch bestehende Arbeitsplätze. Maredo müsste künftig 170.000 Euro bezahlen - trotz 64 Azubis.



"Für uns zieht die Ausbildungsplatzabgabe eindeutig negative personelle Konsequenzen nach sich", erklärt Uwe Büscher, Geschäftsführer Whitbread Restaurants Holding GmbH, Düsseldorf, die neben der Steakhauskette Maredo auch das Caffè-Bar-Konzept 'Costa Coffee' betreibt. "Wir engagieren uns nachweislich für eine hohe Qualität unserer Ausbildung und sind hier einer der Vorreiter für die gesamte Branche. Jetzt Sanktionen nur auf der Grundlage einer reinen Pro-Kopf-Quote zu beschließen, ist für uns ein echter Schlag ins Gesicht."



Hintergrund: Unternehmen, deren Ausbildungsquote unterhalb der veranschlagten 7 % liegen, zahlen zukünftig laut des vom Bundestag verabschiedeten Gesetzes eine Pro-Kopf-Abgabe, die sich jährlich nach der Anzahl der erforderlichen zusätzlichen Ausbildungsplätze richtet. Die Bundesregierung geht bei den abgabepflichtigen Unternehmen von einer Belastung pro Beschäftigten zwischen 121 und 145 Euro aus. Wenn das Gesetz auch den Bundesrat passiert, muss Maredo künftig rund 170.000 - jährlich zahlen. "Und das, obwohl wir schon 64 Azubis bei insgesamt 1.500 Vollzeitkräften beschäftigen", sagt Büscher. Sobald die Abgabe durchgesetzt werde, könne Whitbread seinen hohen Ausbildungsstand nicht mehr halten. Auch Entlassungen seien dann nicht auszuschließen. Büscher: "Spätestens dann wäre die Abgabe ad absurdum geführt."


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